Abgeordnete reisen in die Paulusstadt Tarsus

Berlin (DT/KNA) Neun Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen reisen am Samstag für fünf Tage in die Türkei und wollen sich dabei gezielt über die Lage der Christen informieren. Die Repräsentanten der großen Kirchen bei der Bundesregierung, der katholische Prälat Karl Jüsten und sein evangelischer Kollege Stephan Reimers, wollen dabei auch Tarsus, den Heimatort des Apostels Paulus besuchen. Jüsten sagte am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin, auf dem Programm stünden kirchliche und politische Kontakte. Die Reise habe auch Elemente einer Pilgerfahrt. Unter anderem werde die Delegation in Istanbul vom Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel, empfangen. In Ankara stehen Treffen mit dem Präsidenten des Amtes für religiöse Angelegenheiten und hochrangigen Vertretern von Parteien und Parlament auf dem Programm. Die Delegation, so Jüsten, sei dankbar, dass die Türkei sie als Pilger willkommen heiße. Gleichwohl hätten Christen in dem Land noch nicht ausreichende Möglichkeiten freier Religionsausübung. Die Abgeordneten wollten sich auch ein Bild davon machen, wie sich offizielle Beteuerungen und der Alltag der christlichen Minderheit zueinander verhielten. „Die Wurzeln des Christentums liegen auch in der heutigen Türkei“, so der Prälat. Ohne das missionarische Wirken des Paulus wäre es nicht in gleicher Weise zu einer Ausbreitung der christlichen Religion in Europa gekommen. Vor wenigen Monaten hatten Jüsten und Reimers eine Delegation des Parlaments nach Jordanien und Syrien geführt und dabei die Lage christlicher Flüchtlinge aus dem Irak zum Thema gemacht.

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