Zwangsbekehrung: Rom für UN-Untersuchung

Vatikanstadt (DT/KNA) Im Fall der in Pakistan entführten und zwangsweise zum Islam konvertierten Christin Farah Hatim spricht sich der Vatikan für eine Untersuchung durch die Vereinten Nationen aus. In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem vatikanischen Pressedienst Fides bejahte der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den UN in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, die Frage, ob ein solcher Schritt „wünschenswert“ sei, ausdrücklich. Im Fall Hatims liege eine Missachtung der Gewissens und Religionsfreiheit vor. Die 24 Jahre alte Krankenschwester war nach Angaben ihrer Familie am 8. Mai in der Stadt Rahim Yar Khan im Süden des pakistanischen Bundesstaates Punjab entführt worden. Anschließend soll sie unter Zwang zum Islam konvertiert sowie mit einem Muslim verheiratet worden sein. Die örtliche Polizei hatte laut einem Bericht des Pressedienstes Asianews auf eine Anzeige der Mutter des Opfers hin zunächst nichts unternommen und erst nach Protesten der christlichen Gemeinde Ermittlungen eingeleitet.