Zuwachs für Österreichs Orden

Heiligenkreuz (sb) In Österreich haben in diesem Jahr elf Ordensmänner ihre Ewige Profess abgelegt. 16 Männer sind in ein Ordensnoviziat eingetreten. Insgesamt ist die Entwicklung rückläufig, denn 2010 hatten noch 31 Männer Ewige Gelübde abgelegt und 40 waren in einen Orden eingetreten. Gegen den Trend läuft es im Zisterzienserstift Heiligenkreuz im Wienerwald, das nicht nur einen Höchststand an Studierenden an seiner Hochschule verzeichnet, sondern auch einen Rekordwert an Mönchen im Kloster. Am Donnerstag legten drei Fratres des zweitältesten Zisterzienserklosters Österreichs ihre Ewigen Gelübde ab. Am Vortag waren hier drei junge Männer in das Noviziat aufgenommen worden. Weitere fünf bisherige Novizen werden am 20. August ihre zeitlichen Gelübde ablegen. Im Kapitelsaal des Stiftes Heiligenkreuz charakterisierte Abt Maximilian Heim am Mittwoch das Noviziat als Prüfungszeit, in der laut dem heiligen Benedikt der Eifer des Kandidaten für den Gottesdienst, sein beharrliches Suchen des Gehorsams und sein Verhalten im Gemeinschaftsleben ebenso geprüft würden wie seine Bereitschaft, das Widerwärtige des alltäglichen Lebens zu tragen. „Es gibt im klösterlichen Leben kein ruhiges Dahinplätschern“, so Abt Maximilian Heim in seiner Ansprache an die neuen Novizen und ihre Angehörigen. Den vor ihm knieenden Kandidaten zog der Abt das Sakko und die Krawatte aus und zog ihnen die zuvor gesegneten Ordensgewänder an.