Woelki: Priester ist „der attraktivste Beruf“

Köln (DT/KNA) Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki widerspricht der These, der Beruf des Priesters „sei heute nicht mehr sexy genug“. Zwar müssten katholische Geistliche aufs Heiraten, eine eigene Familie und Kinder verzichten und eine lange, nicht einfache Ausbildung absolvieren, räumte der Erzbischof am Sonntag auf domradio.de ein. Dafür seien die Berufsaussichten „rosig“. Es gebe genügend freie Planstellen und eine gute Bezahlung. „Selbst die Aufstiegschancen sind super – ja, im Idealfall kommt man bis in den Vatikan“, sagte Woelki mit Blick auf den Welttag für geistliche Berufe an diesem Sonntag. Priesterstellen würden von keiner Arbeitsagentur vermittelt, „Priester wird man durch den Ruf Gottes“, so der 59-Jährige weiter. Für ihn sei es noch immer „der attraktivste Beruf schlechthin“. Gerade heute würden echte „Seel-Sorger“ gebraucht, die Sorgen und Nöte der Menschen teilen. Priester stünden für die beste Sache der Welt: „Für das Evangelium Jesu Christi, die für Jesus da sind, mit der Botschaft, die von Gott kommt, die ohne Alternative ist“, sagte der Kardinal. „Bitten wir gemeinsam, dass Gott uns diese echten Seelsorger schenkt und dass auch in unserer lauten Welt immer wieder neu Menschen dem Ruf Gottes folgen als Priester, als Ordensmänner oder als Ordensfrauen.“