Woelki: Flüchtlinge nicht an Pranger stellen

Düsseldorf (DT/KNA) Nach den Gewaltexzessen in der Kölner Silvesternacht hat Kardinal Rainer Maria Woelki erneut davor gewarnt, sich zu vorschnellen Urteilen hinreißen zu lassen. Die Vorgänge müssten erst aufgeklärt werden, bevor der Rechtsstaat auf Basis seiner Werte Konsequenzen ziehe, sagte der Kölner Erzbischof am Mittwochabend vor Journalisten der Landespressekonferenz in Düsseldorf. Er wandte sich dagegen, nun alle Flüchtlinge zu diskreditieren. Wenn 1 000 Fußballfans randalierten, dürften deshalb auch nicht alle Fußballfans an den Pranger gestellt werden. Woelki zeigte sich fassungslos über die sexistischen Attacken gegenüber den Frauen auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs. „Das ist für einen Rechtsstaat nicht tragbar und nicht hinnehmbar“, so der Kardinal. Die entwürdigenden Bemerkungen und Berührungen dürften sich weder in Deutschland noch anderswo wiederholen.