Weltjugendtagsverbot für Katholiken aus Birma

Rangun (DT/KNA) Jugendliche aus vier katholischen Diözesen in Birma dürfen auf Geheiß der Kirchenleitung nicht zum Weltjugendtag Mitte August in Madrid reisen. Die Bischöfe hätten so entschieden, nachdem fünf Jugendliche aus diesen Diözesen nach dem Weltjugendtag 2008 in Sydney politisches Asyl in Australien beantragt hatten, zitiert die asiatische Nachrichtenagentur Ucanews (Donnerstag) den Direktor der Nationalen Katholischen Jugendkommission, Pater Gerald Pho Khwa. Die Bischöfe und Jugenddirektoren aller Diözesen seien in diesem Jahr von den birmanischen Behörden um eine Garantie gebeten worden, dass keiner der Jugendlichen den Weltjugendtag in Madrid zur Flucht nutzt. Die Entscheidung der Bischöfe stieß laut Ucanews in der Kirche auf Kritik. Verantwortliche bezeichneten sie als „unfair“ oder als „verständlich, aber bedauerlich“.