Weltjugendtag soll multikultureller werden

Sydney (DT/KNA) Der Weltjugendtag (WJT) in Sydney Mitte Juli wird nach Einschätzung von Chefkoordinator Weihbischof Anthony Fisher multikultureller als die meisten anderen Weltjugendtage zuvor. „Die Pilger werden hier in Australien Mitglieder ihrer eigenen Nationalität antreffen, die sie willkommen heißen und sie vielleicht beherbergen“, sagte Fisher im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Sydney. Er verwies auf einen „sehr interessanten Mix“ innerhalb der australischen Kirche: „Alle Besucher werden hier eine junge, lebendige und dynamische Kirche vorfinden.“ Für den Versöhnungsprozess mit den australischen Ureinwohnern sieht Fisher den WJT als eine wichtige Etappe. Aborigenes seien prominent vertreten in Gottesdiensten, Kulturveranstaltungen und „Diskussionen über die Zukunft unseres Zusammenlebens“. So werde es in vielen Gemeinden Aborigines-Elemente und -Tänze geben. Von dem Großereignis verspricht sich Fisher zudem eine geistliche „Dividende auch im öffentlichen Leben“. Eine junge Generation zu haben, die sich in einer entscheidenden Phase ihres Lebens Fragen nicht nur nach einer geistlichen Berufung, sondern auch über ihr künftiges Engagement in Beruf, Politik und Wirtschaft stellte, könnte „für dieses Land wunderbar fruchtbar werden“, so der Bischof. Zum WJT in Sydney werden vom 15. bis 20. Juli bis zu eine halbe Million Teilnehmer erwartet, davon gut 125 000 aus Übersee.