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Weltfamilientag streicht homosexuelle Paare aus Broschüre

Der 11. Weltfamilientag findet vom 21. bis 26. August in der irischen Hauptstadtdiözese statt. Dazu wurde nun die Informationsbroschüre neu aufgelegt.
Gleichstellung
Foto: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild) | Dekoration am 01.10.2017 im Rathaus Schöneberg in Berlin für die erste gleichgeschlechtliche Trauung. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Ausrichter des kommenden katholischen Weltfamilientags in Dublin haben Bilder gleichgeschlechtlicher Paare aus einer neuaufgelegten Informationsbroschüre entfernt. Das berichtet die "Irish Times" (Dienstag). Demnach enthält die Neuauflage auch nicht mehr die Erklärung, dass die Kirche zwar das Ideal der Ehe zwischen Mann und Frau hochhalte, aber auch "andere Verbindungen existieren, in denen sich ein Paar gegenseitig unterstützt", und Papst Franziskus dazu ermutige, niemanden auszuschließen.

Die konservative katholische Internetseite LifeSiteNews aus den USA hatte die Ausrichter des Weltfamilientags wegen der Einbeziehung gleichgeschlechtlicher Paare in die Broschüre vergangenes Jahr scharf angegriffen. Das Info-Heft für Besucher des Großereignisses im kommenden August fördere ausdrücklich homosexuelle Beziehungen als "neue Art von Familie". LifeSiteNews wandte sich deshalb auch an irische Bischöfe mit dem Vorwurf, hier werde gegen die offizielle katholische Lehre verstoßen.

Die Ausrichter des Weltfamilientags äußerten sich nicht zu den Beweggründen für die nun erfolgte Änderung der Neuauflage des Booklets. Gegenüber der "Irish Times" bekräftigten sie lediglich, der Weltfamilientag habe sich immer so verstanden, dass er allen Menschen offenstehe. Dies bleibe die Überzeugung der Organisatoren. Sie verwiesen auch auf die Ausführungen von Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben Amoris laetitia (2016). Darin bekräftigt der Papst, die Kirche müsse die Würde jedes Menschen achten, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung.

Der 11. Weltfamilientag findet vom 21. bis 26. August in der irischen Hauptstadtdiözese statt. Er geht auf eine Initiative von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zurück und wird alle drei Jahre in einer anderen Stadt gefeiert. Zu dem Treffen in Dublin wird auch Papst Franziskus erwartet.

KNA / jbj

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