Weihbischof kritisiert Initiative für Homo-„Ehe“

Berlin (DT/KNA) Der Berliner Weihbischof Matthias Heinrich hat die Bundesratsinitiative des Berliner Senats kritisiert, die Homosexuellen die Eheschließung ermöglichen soll. Zur Ehe brauche es Mann und Frau, erklärte Heinrich in der Berliner Boulevardzeitung „B.Z.“ (Donnerstag). Jedes Kind habe Recht auf Mutter und Vater. Wo einer von beiden fehle, fehle dem Kind eine entscheidende Erfahrung der Menschlichkeit, die aus einer weiblichen und einer männlichen Dimension bestehe, so der Weihbischof. Das sei keine Glaubensfrage, sondern empirische Psychologie. Der Berliner Senat hatte in der vergangenen Woche eine entsprechende Initiative in den Bundesrat eingebracht. Zur Begründung erklärte die rot-rote Landesregierung, aus rechts- und gesellschaftspolitischer Sicht sei es nicht mehr zeitgemäß, dass nur Menschen verschiedenen Geschlechts eine Ehe eingehen könnten. Diese Praxis diskriminiere Homosexuelle. Zwar hätten solche Paare durch das Lebenspartnerschaftsgesetz seit 2001 mehr Rechte. Das reiche aber nicht aus, um die Diskriminierungen zu beseitigen. Heinrich erklärte, zum christlichen Glauben gehöre es auch, die Freiheit derjenigen zu respektieren, die sich für eine andere Partnerschaft entschieden. Trotzdem sei nicht jede Lebensgemeinschaft eine Ehe. „Vor allem nicht, wenn sie wesentliche Inhalte und Zwecke der Ehe eben nicht erfüllen kann.“ Dies zu betonen, sei eine Sache der Redlichkeit und keine Diskriminierung.