Vertriebenen-Frauen weisen Jaschke-Kritik zurück

Berlin (DT/KNA) Der Frauenverband im Bund der Vertriebenen (BdV) hat die Kritik des katholischen Hamburger Weihbischofs Hans-Jochen Jaschke an BdV-Präsidentin Erika Steinbach zurückgewiesen. Auch Jaschke würde sich verbitten, wenn andere über seine Nominierung für den Stiftungsrat der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ befänden, erklärte die Präsidentin des BdV-Frauenverbandes, Sibylle Dreher, am Donnerstag in Berlin. Es sei unerträglich, wenn Mitglieder des Stiftungsrates Zweifel an der Legitimation des BdV säten, Angelegenheiten der Vertriebenen wahrzunehmen. Jaschke hatte Steinbach in der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ das Recht abgesprochen, im Namen aller Vertriebenen zu sprechen. Zugleich forderte der Weihbischof Steinbach auf, den Streit um die Besetzung des Stiftungsrates zu beenden. Sie müsse wissen, dass ihr Name, „warum auch immer, Anlass zu Verhärtungen und Frontbildungen“ gebe. Sie möge daher „Größe zeigen und sich zurücknehmen“. Jaschke ist selbst Mitglied im Rat der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung.