Vatikan und Muslime bekennen sich zum Frieden

Vatikanstadt (DT/KNA) Vatikanische und muslimische Dialog-Vertreter haben sich zu Frieden und Gerechtigkeit als verbindenden Werten bekannt. Angehörige beider Religionen seien zum Einsatz für Frieden und Solidarität verpflichtet, heißt es in einem am Samstag verbreiteten Abschlusspapier einer dreitägigen Konferenz im Vatikan. An ihr hatten der Päpstliche Dialograt mit Kurienkardinal Jean-Louis Tauran und eine Delegation des saudischen „International Islamic Forum for Dialogue“ unter Leitung ihres Präsidenten Hamid Ahmad Al-Rifaie von Mittwoch bis Freitag teilgenommen. In einem Fünf-Punkte-Papier nennt das vatikanisch-muslimische Komitee die Menschenwürde als Ausgangspunkt aller Rechte und Pflichten. Dabei habe die Gerechtigkeit Priorität; sie verlange Respekt vor grundlegenden Bedürfnissen von Einzelnen und Völkern. Der Frieden wird als „Geschenk Gottes“ bezeichnet, das den Einsatz aller Menschen und besonders der Gläubigen erfordere. Weiter unterstreicht das Papier den christlichen und muslimischen Glauben an einen barmherzigen Gott; dies verlange unterschiedslos Mitleid mit allen Menschen und Solidarität mit Schwachen. Echte Religiosität stärke Brüderlichkeit und Harmonie in der Gesellschaft, erklärt das Komitee abschließend.