Vatikan erhöht Pensionsalter für Angestellte auf 67 Jahre

Vatikanstadt (DT/KNA) Der Vatikan setzt ab 2010 das Pensionsalter für seine Laienangestellte – sowohl für Männer als auch Frauen – von 65 auf 67 Jahre herauf. Wer nach dem 1. Januar des nächsten Jahres im Vatikanstaat etwa eine Stelle als Schreibkraft, Museumswächter oder Gärtner antritt, muss zwei Jahre länger als bisher arbeiten. Der Vatikan habe bei der Pensionsfrage stets Frauen und Männer gleichbehandelt, betonte der Direktor des vatikanischen Arbeitsbüros (ULSA), Massimo Bufacchi, in einem Interview mit dem „Osservatore Romano“ am Sonntag. Auch zahle der Vatikan Männern und Frauen für gleiche Arbeiten gleichen Lohn. Das vatikanische Arbeitsbüro wurde vor zwanzig Jahren gegründet. Anlässlich des Jahrestags erließ Papst Benedikt XVI. ein Motu proprio mit dem Titel „Venti anni orsono“ (Schon vor 20 Jahren), mit dem er das damals erlassene Statut der Behörde erneuerte. Das 23-seitige Dokument, datiert vom 7. Juli, wurde in den vergangenen Tagen im Vatikan verbreitet, nicht aber offiziell veröffentlicht. Nach den Vorstellungen des Papstes soll sich das ULSA an den Normen der katholischen Soziallehre und an der Menschenwürde orientieren. Das Büro, an dessen Spitze bis vor wenigen Wochen Kardinal Francesco Marchisano stand und das jetzt von Bischof Giorgio Corbellini geleitet wird, schlichtet bei Arbeitsstreitigkeiten.