„Ungerechte Angreifer stoppen“

Krisenherde, verfolgte Minderheiten, Reisepläne und das Verhältnis zu Benedikt XVI. – Papst Franziskus im Gespräch mit Journalisten am 18. August 2014

Ist zu einer Irakreise bereit: Papst Franziskus während der „fliegenden Pressekonferenz“ am Montag. Foto: dpa
Ist zu einer Irakreise bereit: Papst Franziskus während der „fliegenden Pressekonferenz“ am Montag. Foto: dpa

Auf dem Rückflug nach Rom hat Papst Franziskus den mitreisenden Journalisten Rede und Antwort gestanden. Das Gespräch moderierte Pater Federico Lombardi, der Pressesprecher des Vatikans. Die Passagen Pater Lombardis wurden im folgenden Text geringfügig gekürzt, die Fragen der Journalisten sowie die Antworten des Heiligen Vaters erscheinen im Wortlaut.

Pater Lombardi: Heiligkeit, möchten Sie uns etwas zur Einleitung sagen? Sie haben das Wort, und dann werden wir das Wort dem koreanischen Kollegen erteilen.

Guten Tag. Danke für eure Arbeit, die sehr anspruchsvoll gewesen ist. Danke für das, was ihr getan haben, und jetzt für die Aufmerksamkeit für dieses Gespräch. Vielen Dank.

Pater Lombardi: Dann geben wir Sung Park das Wort.

Sung Jin Park: Ich bin Sung Jin Park, Journalist der South Korean News Agency Yonhap. Heiliger Vater, im Namen der koreanischen Journalisten und unseres Volkes möchte ich Ihnen für Ihren Besuch danken. Sie haben vielen Menschen in Korea Glück gebracht. Und danke auch für die Ermutigung zur Wiedervereinigung unseres Landes. Heiliger Vater, während Ihres Besuchs in Korea haben Sie sich an erster Stelle an die Familien der Opfer der Katastrophe der Fähre„Sewol“ gewandt und sie getröstet. Ich habe zwei Fragen. Erstens: Was haben Sie bei der Begegnung mit ihnen empfunden? Zweitens: Haben Sie sich keine Sorgen darüber gemacht, dass Ihre Geste politisch missverstanden werden könnte?

Wenn du vor dem menschlichen Schmerz stehst, musst du das tun, wozu dich das Herz drängt, es zu tun. Dann werden sie sagen: „Er hat das getan, weil er diese oder jene politische Absicht verfolgt...“. Man kann alles sagen. Doch wenn du an diese Männer denkst, an diese Frauen, Väter, Mütter, die ihre Kinder, Brüder und Schwestern verloren haben, an den großen Schmerz einer Katastrophe, ich weiß nicht, mein Herz... Ich bin ein Priester, und ich spüre, dass ich mich nähern muss! Ich spüre das so; es ist vor allem das. Ich weiß, dass die Tröstung, die eines meiner Worte geben kann, kein Heilmittel ist, es erstattet das Leben derer, die gestorben sind, nicht wieder; doch die menschliche Nähe in diesen Augenblicken gibt uns Kraft, da ist die Solidarität... Ich erinnere mich, dass ich als Erzbischof von Buenos Aires zwei Katastrophen dieser Art miterlebt habe: eine war der Brand in einer Diskothek, in der ein Popmusik-Konzert stattfand: 193 Menschen starben! Und dann ein anderes Mal eine Zugkatastrophe, ich glaube, dass dabei 120 Menschen den Tod gefunden haben. Und ich habe in jenen Momenten dasselbe verspürt: mich zu nähern. Der menschliche Schmerz ist stark, und wenn wir uns in diesen traurigen Augenblicken annähern, helfen wir uns sehr. Und zu dieser Frage möchte ich schließlich noch was hinzufügen. Ich habe das hier genommen (der Papst meint die Schleife, die von den Familienangehörigen sowie von jenen getragen wird, die sich für die Tragödie der Fähre Sewol mobilisiert haben). Nachdem ich sie für einen halben Tag getragen habe – ich habe sie aus Solidarität mit ihnen genommen –, ist jemand nähergetreten und hat gesagt: „Es ist besser, das wegzutun... Sie müssen neutral sein...“ „Aber, hör zu, beim menschlichen Schmerz ist man nicht neutral.“ So habe ich geantwortet. Und das ist es, was ich spüre. Danke für die Frage, danke. Wer ist jetzt dran?

Pater Lombardi: Alan Holdren, EWTN

Alan Holdren: Heiligkeit, ich heiße Alan Holdren, ich arbeite für die Catholic News Agency, ACI Prensa in Lima, Peru, auch für EWTN. Wie Sie wissen, haben die Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika begonnen, die Terroristen im Irak zu bombardieren, um einem Völkermord vorzubeugen, um die Zukunft, um die Zukunft der Minderheiten zu schützen – ich denke auch an die Katholiken unter Ihrer Führung. Billigen Sie dieses amerikanische Bombardement?

Danke für die so klare Frage. In diesen Fällen, wo ein ungerechter Angriff vorliegt, kann ich nur sagen, dass es legitim ist, den ungerechten Angreifer zu stoppen. Ich unterstreiche das Verb: stoppen. Ich sage nicht bombardieren, Krieg führen, sondern ihn stoppen. Die Mittel, mit denen das zu stoppen ist, werden untersucht werden müssen. Den ungerechten Angreifer stoppen ist legitim. Doch wir müssen auch Gedächtnis haben! Wie oft haben sich die Mächte mit der Entschuldigung, den Angreifer zu stoppen, die Völker untertan gemacht und einen wahren Eroberungskrieg geführt! Eine Nation allein kann nicht beurteilen, wie ein ungerechter Angreifer zu stoppen ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat es die Idee der Vereinten Nationen gegeben: dort muss diskutiert werden, gesagt werden: „Ist das ein ungerechter Angreifer? Es hat den Anschein. Wie stoppen wir ihn?“ Nur das, nichts mehr.

Zweitens, die Minderheiten. Danke für das Wort. Denn mir wird gesagt: „Die Christen, arme Christen...“. Und das ist wahr, sie leiden. Die Märtyrer, ja, es gibt viele Märtyrer. Doch hier geht es um Männer und Frauen, religiöse Minderheiten, die nicht alle christlich sind, und alle sind sie gleich vor Gott. Den ungerechten Angreifer stoppen ist ein Recht der Menschheit, doch es ist auch ein Recht des Angreifers, gestoppt zu werden, damit er nichts Böses tut.

Pater Lombardi: Jean-Louis de la Vaissiere von France Presse.

Jean-Louis de la Vaissiere: Guten Abend, Heiliger Vater. Kommen wir noch einmal auf den Irak zurück. Wären Sie bereit, wie Kardinal Filoni zusammen mit dem Oberen der Dominikaner, Cadoré, ein militärisches Eingreifen auf dem Territorium des Irak zu unterstützen, um die Jihadisten zu stoppen? Und dann hätte ich noch eine Frage: Denken Sie, eines Tages in den Irak reisen zu können, vielleicht nach Kurdistan, um die christlichen Flüchtlinge zu unterstützen, die auf Sie warten, und um mit ihnen in diesem Land, in dem sie seit zweitausend Jahren leben, zu beten?

Danke. Ich bin vor kurzem mit dem Präsidenten von Kurdistan zusammen gewesen, und er hatte einen sehr klaren Blick auf die Lage, wie Lösungen zu finden sind... Doch das war vor dieser letzten Aggression. Auf die erste Frage habe ich geantwortet: Ich bin hinsichtlich der Tatsache einverstanden, dass – wenn da ein ungerechter Angreifer ist – dieser gestoppt werden muss... Ja, ich bin bereit, doch ich glaube, dies sagen zu können: als wir zusammen mit meinen Mitarbeitern von dieser Situation der religiösen Minderheiten und auch vom Problem erfahren habe, das Kurdistan in diesem Moment hat, das nicht so viele Menschen aufnehmen kann – das ist ein Problem, das versteht man, es konnte nicht... –, da haben wir uns gesagt: was kann man tun? Wir haben an vieles gedacht. Wir haben vor allem ein Kommuniqué geschrieben, das Pater Lombardi in meinem Namen veröffentlicht hat. Dieses Kommuniqué wurde dann an alle Nuntiaturen geschickt, damit sie es den Regierungen mitteilten. Dann haben wir einen Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen geschrieben... Viele Dinge.. Und am Ende haben wir beschlossen, einen persönlichen Gesandten zu entsenden, Kardinal Filoni. Und schließlich haben wir gesagt: Sollte es notwendig sei, wenn wir aus Korea zurückkehren, dann können wir dort hinreisen. Das war eine der Möglichkeiten. Das ist die Antwort: Ich bin bereit. In diesem Augenblick ist es nicht das Beste, was man tun kann, aber ich bin bereit.

Pater Lombardi: Fabio Zavattaro.

Fabio Zavattore: Ich bitte um Entschuldigung, ein kleines Problem, um hierher zu gelangen. Sie, Heiliger Vater, sind der erste Papst, der China überfliegen konnte. Das Telegramm, das Sie an den chinesischen Präsidenten geschickt haben, wurde ohne negative Kommentare aufgenommen. Denken Sie, dass dies Schritte nach vorn eines möglichen Dialogs sind? Und würden Sie gerne nach China reisen?

Und als wir dabei waren, den chinesischen Luftraum zu betreten, war ich im Cockpit mit den Piloten, und einer von ihnen hat mir dort ein Register gezeigt und gesagt: „Es fehlen zehn Minuten, bis wir den chinesischen Luftraum betreten, wir müssen um die Autorisierung bitten. Man fragt immer, das ist eine normale Sache, jedes Land bittet man darum.“ Ich bin dafür Zeuge gewesen. Und der Pilot hat gesagt: „Jetzt ist das Telegramm abgesetzt“, doch ich weiß nicht, wie sie das getan haben. Somit... Dann habe ich mich von ihnen verabschiedet, bin an meinen Platz zurückgekehrt und habe sehr für dieses große und edle chinesische Volk gebetet, ein weises Volk... Ich denke an die großen chinesischen Weisen, eine Geschichte der Wissenschaft, der Weisheit... Auch die Jesuiten: Wir haben eine Geschichte dort mit Pater Ricci. Und all dies kam mir in den Sinn. Ob ich nach China gehen möchte? Aber sicher doch: morgen! Oh ja. Wir achten das chinesische Volk; nur fordert die Kirche Freiheit für ihre Sendung, für ihre Arbeit; keine andere Bedingung. Dann darf jenes Dokument nicht vergessen werden, das grundlegend für das chinesische Problem ist: den Brief, den Papst Benedikt XVI. an die Chinesen gesandt hat. Jener Brief ist heute aktuell, ihm eignet Aktualität. Ihn wieder zu lesen, wird gut tun. Und der Heilige Stuhl ist immer offen für Kontakte: immer, weil er das chinesische Volk wahrhaft achtet.

Pater Lombardi: Paloma García Ovejero ist von „Cope”, dem katholischen Radiosender Spaniens.

Paloma García Ovejero: Gut, die nächste Reise wird nach Albanien führen. Vielleicht in den Irak. Dann auf die Philippinen und nach Sri Lanka... Wohin aber werden sie 2015 reisen? Und ich sage auch: Sie wissen, dass in Avila und Alba de Tormes große Erwartung herrscht: dürfen sie noch hoffen?

Ja, ja... Die Präsidentin der Republik von Korea hat zu mir in perfektem Spanisch gesagt: „Die Hoffnung ist das Letzte, das man verliert“. So hat sie zu mir hinsichtlich der Wiedervereinigung von Korea gesagt. Ich sage das: man darf hoffen, aber es ist nicht entschieden.

Paloma García Ovejero: Aber nachher: Mexiko, Philadelphia....?

Nein, jetzt erklär ich dir das. Für dieses Jahr ist Albanien geplant, das ist richtig. Einige sagen, dass der Papst einen Stil hat, alles von den Randgebieten her anzugehen. Aber nein, warum reise ich nach Albanien? Aus zwei wichtigen Gründen. Erstens weil es ihnen gelungen ist, eine Regierung zu bilden – denken wir an den Balkan! –, eine Regierung der nationalen Einheit unter Muslimen, Orthodoxen und Katholiken, mit einem interreligiösen Rat, der sehr hilfreich und ausgeglichen ist. Und das ist gut, das ist harmonisiert. Die Präsenz des Papstes will den Völkern sagen: „Man kann zusammenarbeiten!“. Und ich habe gespürt, als sei dies eine wirkliche Hilfe für dieses edle Volk. Und das andere: Wenn wir an die Geschichte Albaniens denken, so war es religiös das einzige der kommunistischen Länder, das in seiner Verfassung den praktischen Atheismus verankert hatte. Wenn du zur Messe gingst, warst du verfassungswidrig. Dann, so sagte mir einer der Minister, sind 1 820 Kirchen zerstört worden, und bei der Zahl will ich genau sein. Zerstört! Orthodoxe, katholische Kirchen... in jener Zeit. Und dann sind andere Kirchen in Kinos, Theater, Tanzsäle verwandelt worden... Ich habe gespürt, dass ich da hingehen muss: Es ist nahe, an einem Tag schafft man das... Dann möchte ich im kommenden Jahr nach Philadelphia zum Familientreffen gehen; und ich bin auch vom Präsidenten der Vereinigten Staaten ins amerikanische Parlament eingeladen worden, und auch vom Generalsekretär der Vereinten Nationen nach New York: vielleicht die drei Städte zusammen... Mexiko: Die Mexikaner wollen, dass ich zur Gottesmutter von Guadalupe komme, und man könnte jene Reise nutzen, aber das ist nicht sicher. Und schließlich Spanien. Das Königspaar hat mich eingeladen und der Episkopat hat mich eingeladen... da gibt es eine Vielzahl von Einladungen, um nach Spanien zu kommen: Santiago de Compostela... vielleicht ist es möglich, aber mehr sage ich nicht, da es nicht entschieden ist; am Vormittag nach Avila und Alba de Tormes reisen und am Nachmittag zurückkehren... Das wäre möglich...

Paloma García Ovejero: Es ist möglich...

Ja, aber es ist nicht entschieden. Und das ist die Antwort. Danke dir.

Pater Lombardi: Johannes Schidelko von der Katholischen Nachrichtenagentur in Deutschland.

Johannes Schidelko: Danke. Heiligkeit, welcher Natur ist die Beziehung zwischen Ihnen und Benedikt XVI.? Gibt es einen gewohnheitsmäßigen Austausch von Meinungen, Ideen, gibt es nach dieser Enzyklika ein gemeinsames Programm?

Wir sehen uns... Vor der Abreise habe ich ihn besucht. Zwei Wochen vorher hat er mir ein interessantes Schreiben übersandt: er fragte mich um meine Meinung... Und wir haben eine normale Beziehung, denn ich kehre zu dieser Vorstellung zurück, die vielleicht manchem Theologen nicht gefällt – ich bin kein Theologe –: Ich denke, dass der emeritierte Papst keine Ausnahme ist, sondern dass das nach vielen Jahrhunderten der erste emeritierte Papst ist. Entsinnen wir uns, ja, wie er gesagt hat: „Ich bin alt geworden, mir fehlen die Kräfte“. Es ist eine schöne Geste des Edelmuts und auch der Demut und des Mutes gewesen. Ich denke: Vor siebzig Jahren waren auch die emeritierten Bischöfe eine Ausnahme, es gab sie nicht. Heute sind die emeritierten Bischöfe eine Institution. Ich denke, dass der „emeritierte Papst“ bereits eine Institution ist. Warum? Weil unser Leben länger dauert, und in einem gewissen Alter fehlt die Fähigkeit, gut zu regieren, weil der Leib ermüdet, die Gesundheit ist vielleicht gut, doch die Fähigkeit fehlt, alle Probleme einer Regierung wie der der Kirche vorwärtszubringen. Und ich glaube, dass Papst Benedikt XVI. diese Geste getan hat, die de facto die emeritierten Päpste institutionalisiert. Ich wiederhole: Mancher Theologe mag mir vielleicht sagen, dass das nicht richtig ist, doch ich denke das so. Die Jahrhunderte werden sagen, ob es so ist oder nicht, wir werden sehen. Sie mögen mir sagen: „Und wenn Sie es eines Tages spüren, nicht mehr weitergehen zu können?“. Dann würde ich dasselbe tun, ich würde dasselbe tun! Ich werde viel beten, doch ich würde dasselbe tun. Er hat eine Tür geöffnet, die institutionell und keine Ausnahme ist. Unsere Beziehung ist die von Brüdern, wirklich. Ich habe auch gesagt, dass ich ihn empfinde, als hätte ich durch seine Weisheit einen Großvater zuhause: Er ist ein Mann von einer Weisheit, mit Nuancen, bei dem es mir gut tut, ihm zuzuhören. Und er ermutigt mich auch. Das ist die Beziehung, die wir haben.

Pater Lombardi: Jetzt kommt Yoshinori Fukushima von Mainichi Shimbun: Wir sind nach Asien zurückgekehrt. Er ist Japaner.

Yoshinori Fukushima: Papst Franziskus, vor allem tausend Dank für Ihren ersten Besuch in Asien. Auf dieser Reise sind Sie Menschen begegnet, die gelitten haben. Was haben Sie empfunden, als Sie die sieben „Trostfrauen“ bei der Messe heute Morgen begrüßt haben? Was das Leid der Menschen wie in Korea angeht, gab es verborgene Christen auch in Japan, und das kommende Jahr wird der 150. Jahrestag ihres „Wiederauftauchens“ begangen werden. Wird die Möglichkeit bestehen, für sie zusammen mit Ihnen in Nagasaki zu beten? Tausend Dank.

Das wäre sehr schön, sehr schön! Ich bin eingeladen worden: sowohl von der Regierung als auch vom Episkopat; ich bin eingeladen worden. Die Leiden... Sie kehren zu einer der ersten Fragen zurück. Das koreanische Volk ist ein Volk, das die Würde nicht verloren hat. Es ist ein Volk, das die Erfahrung der Invasion gemacht hat, das gedemütigt wurde, Kriege erlitten hat, das jetzt gespalten ist, verbunden mit viel Leid. Als ich gestern zur Begegnung mit den Jugendlichen gegangen bin, habe ich das Museum der Märtyrer besucht. Das Leid dieser Menschen ist schrecklich, einfach dafür, um das Kreuz nicht mit Füßen zu treten! Das ist ein historischer Schmerz oder ein historisches Leid. Dieses Volk vermag es, zu leiden, und auch das ist Teil seiner Würde. Auch heute, als diese alten Frauen vor der Messe da waren: denken, dass sie bei jener Invasion als Mädchen verschleppt wurden, in die Kasernen, um sie auszubeuten... und sie haben die Würde nicht verloren. Heute zeigten sie ihr Gesicht, alte Frauen, die letzten, die übriggeblieben sind... Es ist ein in seiner Würde starkes Volk. Doch kehren wir zu dieser Wirklichkeit des Martyriums, der Leiden – auch dieser Frauen – zurück: Das sind die Früchte des Krieges! Und heute leben wir in einer Welt im Krieg, überall! Jemand sagte mir: „Wissen Sie, Pater, dass wir im Dritten Weltkrieg sind, aber ,Stück für Stück‘?“ Haben Sie verstanden? Das ist eine Welt im Krieg, wo diese Grausamkeiten begangen werden. Ich möchte bei zwei Worten einhalten. Das erste ist: Grausamkeit. Heute zählen die Kinder nichts; einmal war die Rede von einem konventionellen Krieg; heute zählt das nicht. Ich sage nicht, dass die konventionellen Kriege etwas Gutes sind, nein. Doch heute kommt die Bombe und tötet dir den Unschuldigen, nicht den Schuldigen, das Kind, mit der Frau, mit der Mutter... sie töten alle. Doch wir müssen einhalten und ein wenig an das Niveau der Grausamkeit denken, zu dem wir gelangt sind. Das muss uns erschrecken! Ich sage das nicht, um Angst zu machen: man kann da eine empirische Studie machen. Das Niveau der Grausamkeit der Menschheit in diesem Moment – es lässt erschrecken. Und ein weiteres Wort, zu dem ich etwas sagen will und das in Beziehung zu diesem steht, ist die Folter. Heute ist die Folter eines der fast – ich würde sagen – herkömmlichen Mittel der Verhaltensweisen der Geheimdienste, der Prozesse... Und die Folter ist eine Sünde gegen die Menschlichkeit, sie ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit; und den Katholiken sage ich: Einen Menschen foltern ist Todsünde, ist eine schwere Sünde! Aber noch mehr: es ist eine Sünde gegen die Menschlichkeit. Grausamkeit und Folter. Es würde mir so sehr gefallen, dass ihr in euren Medien diese Überlegungen anstellt: Wie seht ihr heute diese Dinge? Wie steht es um das Niveau der Grausamkeit der Menschheit? Und was denkt ihr von der Folter? Ich glaube, dass es uns allen gut tun wird, darüber nachzudenken.

Pater Lombardi: Deborah Ball vom Wall Street Journal.

Deborah Ball: Danke. Unsere Frage lautet: Sie halten einen sehr anspruchsvollen, sehr beständigen und schnellen Rhythmus ein; Sie gönnen sich wenig Erholung und keinen Urlaub; Sie machen diese überaus anstrengenden Reisen. Dann haben wir in den letzten Monaten gesehen, dass Sie einige Termine absagen mussten, auch im letzten Moment. Muss man sich Sorgen machen aufgrund des Rhythmus, den sie einhalten?

Ah ja, das hat man mir gesagt! Ich habe jetzt Urlaub gemacht, zuhause, wie ich das üblicherweise tue... Einmal habe ich ein interessantes Buch mit dem Titel gelesen: „Freu dich, dass du neurotisch bis!“. Auch ich habe einige Neurosen, aber man muss mit ihnen gut umgehen, mit den Neurosen! Ihnen jeden Tag Mate geben... Eine dieser Neurosen besteht darin, dass ich zu sehr an meinem Daheim hänge. Das letzte Mal, als ich außerhalb von Buenos Aires Urlaub gemacht habe, mit einer Gemeinschaft von Jesuiten, war das im Jahr 1975. Dann: Ich mache immer Urlaub – ehrlich! –, doch dort, wo ich wohne: Ich ändere den Rhythmus. Ich schlafe mehr, ich lese das, was mir gefällt, ich höre Musik, ich bete mehr... Und das lässt mich ausruhen. Im Juli und etwas im August habe ich das getan, und das ist in Ordnung. Die andere Frage: die Tatsache, dass ich etwas absagen musste: das ist richtig, das ist richtig. Am Tag, als ich zum „Gemelli“ gehen sollte, stand ich bis zehn Minuten vorher dort, aber ich schaffte es nicht, wirklich... Es waren sehr anspruchsvolle Tage. Und jetzt muss ich ein wenig vorsichtiger sein. Da hast du recht!

Pater Lombardi: Nun Anais Feuga vom französischen Radio.

Anais Feuga: Als die Menge in Rio schrie: „Franziskus, Franziskus“, antworteten sie: „Christus, Christus“. Wie gehen Sie heute mit dieser immensen Popularität um? Wie leben Sie sie?

Tja, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll... Ich lebe sie, indem ich dem Herrn danke, dass sein Volk glücklich ist – das mache ich wirklich –, und indem ich dem Volk Gottes das Beste wünsche. Ich lebe sie als Großherzigkeit des Volkes, das ist wahr. Innerlich versuche ich, an meine Sünden und an meine Fehler zu denken, um mich nicht selbst zu täuschen, denn ich weiß, dass ich wenig Zeit dauern werde, zwei oder drei Jahre, und dann... auf zum Haus des Vaters... Und dann ist es nicht weise, sich diese Frage zu stellen, doch ich lebe die Popularität als Gegenwart des Herrn in seinem Volk, das den Bischof nutzt, der der Hirt des Volkes ist, um viele Dinge zu zeigen. Ich lebe sie natürlicher als vorher: Vorher erschreckte sie mich etwas... Ich mache diese Dinge... Ich sage mir auch: Mach keine Fehler, weil du diesem Volk nicht schaden darfst; und all diese Dinge... Ein wenig so...

Pater Lombardi: Francesca Paltracca von Radio Rai,

Francesca Paltracca: Der Papst „vom anderen Ende der Welt“, der sich im Vatikan vorgefunden hat – wie lebt er im Vatikan, der Papst, jenseits von Santa Marta, wo Sie uns bereits von Ihrem Leben und Ihren Gründen erzählt haben?

Tja, ich versuche frei zu sein... Da sind Bürotermine, Arbeitstermine... Doch dann ist das Leben für mich das normalste, das ich führen kann. Es würde mir wirklich gefallen, hinausgehen zu können, doch das geht nicht, das geht nicht... nein, nicht aus Gründen der Vorsicht; das geht nicht, denn: wenn du hinausgehst, dann umringen dich die Leute... und das geht nicht, das ist eine Wirklichkeit. Doch drinnen, in Santa Marta, führe ich ein normales Leben der Arbeit, des Ausruhens, der Gespräche...

Francesca Peltracca: Sie fühlen sich also nicht wie ein Gefangener?

Nein, nein. Am Anfang schon, jetzt... sind einige Mauern gefallen... ich weiß nicht...: „Der Papst darf nicht gehen...“; ein Beispiel, um dich zum Lachen zu bringen: Ich gehe zum Aufzug, sofort kommt einer, weil der Papst nicht alleine den Aufzug nehmen konnte. „Du gehst jetzt an deinen Platz, ich fahre allein hinunter.“ Und damit war die Geschichte erledigt. So ist es, nicht? Das ist die Normalität, eine Normalität.

Jetzt ist Sergio Rubín dran.

Heiliger Vater, ich bin Sergio Rubín. Ich entschuldige mich, aber ich muss Ihnen im Namen der spanischen Gruppe, zu der auch Argentinien gehört, eine Frage stellen, die Ihre tiefen theologischen Kenntnisse erfordert. Ihre Mannschaft, der San Lorenzo, ist zum ersten Mal Meister von Amerika geworden! Ich würde gerne wissen, wie Sie diesen Moment leben, und mir wird gesagt, dass Sie am kommenden Mittwoch bei der Generalaudienz auch eine Abordnung des Sportclubs empfangen werden.

Nach dem zweiten Platz in Brasilien ist das eine gute Nachricht. Ich habe das hier erfahren, in Seoul haben sie es mir gesagt; und sie haben mir gesagt: „Hör zu, sie kommen am Mittwoch...“. Sollen sie kommen, das ist eine öffentliche Audienz, sie werden da sein... Für mich ist der San Lorenzo die Mannschaft, deren Fan meine ganze Familie war: Mein Vater spielte in der Basketballmannschaft des San Lorenzo, er war Spieler in der Basketballmannschaft. Und als Kinder gingen wir zum Gasometro, auch die Mutter kam mit uns... Ich erinnere mich, als sei es heute, an die Saison 1946, eine brillante Mannschaft hatte der San Lorenzo, sie wurden Meister... Du weißt, ich lebe das voll Freude. Doch Wunder – nein! Wir reden hier nicht von Wundern!

Pater Lombardi: Jetzt Jürgen Ehrbacher vom deutschen Fernsehen.

Johannes Schidelko für Jürgen Ehrbacher: Die Frage lautet: Seit einiger Zeit ist die Rede vom Vorhaben einer Enzyklika über die Ökologie. Kann man sagen, wann sie veröffentlicht werden wird und was die zentralen Punkte sein werden?

Diese Enzyklika... Ich habe viel mit Kardinal Turkson und mit anderen gesprochen, und ich habe Kardinal Turkson gebeten, alle Beiträge zu sammeln, die eingegangen sind. Und vor der Reise, eine Woche vorher, nein: vier Tage vorher, hat mir Kardinal Turkson den ersten Entwurf überreicht. Der erste Entwurf ist so groß.... Ich würde sagen, ein Drittel mehr als „Evangelium gaudii“! Es handelt sich um den ersten Entwurf. Doch jetzt ist das kein leichtes Problem, denn über den Schutz der Schöpfung, über die Ökologie, auch über die Humanökologie kann man nur bis zu einem gewissen Punkt mit Sicherheit sprechen. Dann kommen die wissenschaftlichen Hypothesen, einige, die ziemlich gewiss sind, andere nicht. Und eine derartige Enzyklika muss lehramtlich sein, sie darf nur mit Gewissheiten vorangehen, über die Dinge, die gewiss sind. Denn wenn der Papst sagt, dass der Mittelpunkt des Universums die Erde und nicht die Sonne ist, irrt er, weil er etwas sagt, das wissenschaftlich sein müsste, und so geht es nicht. Das geschieht jetzt. Wir müssen jetzt ein Studium verwirklichen, Zahl für Zahl. Und ich glaube, dass sie kleiner werden wird. Doch sie muss zum Wesentlichen vordringen und zu dem, was mit Gewissheit behauptet werden kann. Man kann in einer Fußnote sagen: „Dazu gibt es diese und diese und diese Hypothese“, es als Information sagen, aber nicht im Corpus einer Enzyklika, die doktrinell ist und sicher sein muss.

Pater Lombardi: Wir haben zwölf weitere Fragen, alle Gruppen waren schon zweimal an der Reihe. Wollen Sie weitermachen oder wollen Sie, dass wir essen gehen?

Das hängt davon ab, wieviel Hunger sie haben.

Journalisten: Wir haben keinen Hunger, wir sind müde...

Pater Lombardi: Also, auf der Liste stand Jung Ae Ko von der koreanischen Zeitung.

Jung Ae Ko: Heiligkeit, danke für Ihren Besuch in Südkorea. Ich werde Ihnen zwei Fragen stellen. Die erste lautet: Unmittelbar vor der Schlussmesse bei der Kathedrale von Myeong-dong haben Sie einige „Trostfrauen“ getröstet: Was haben Sie dabei gedacht? Das ist meine erste Frage. Die zweite ist: Pjöngjang behauptet, dass das Christentum eine direkte Bedrohung für sein Regime und seine Leadership darstellt. Wir wissen, dass den nordkoreanischen Christen etwas Schreckliches zugestoßen ist. Wir wissen jedoch nicht, worum es sich dabei handelt. Haben Sie ein besonderes Engagement in sich, um zu versuchen, die Haltung Pjöngjangs gegenüber den nordkoreanischen Christen zu ändern?

Zur ersten Frage wiederhole ich das: Diese Frauen waren heute da, weil sie trotz allem Erlittenen Würde haben: sie haben ihr Gesicht gezeigt. Ich habe an das gedacht, was ich auch kurz vorher gesagt habe, an die Leiden des Krieges, an die Grausamkeiten, die der Krieg mit sich bringt... Diese Frauen sind ausgebeutet worden, sie sind versklavt worden, das sind die Grausamkeiten... Ich habe an all das gedacht: an die Würde, die sie haben, und auch wie viel sie gelitten haben. Und das Leid ist ein Erbe. Wir sagen, die ersten Kirchenväter sagten, dass das Blut der Märtyrer der Same der Christen ist. Ihr Koreaner habt viel, sehr viel gesät. Aus Kohärenz. Und jetzt sieht man die Frucht jenes Samens der Märtyrer. Zu Nordkorea, ich weiß nicht... Ich weiß, dass es ein Leid ist... Eines weiß ich gewiss: dass es einige Verwandten, viele Verwandten gibt, die nicht zusammenkommen können, und das bringt Leid, das ist wahr. Es ist dies das Leid der Spaltung des Landes. Als ich heute in der Kathedrale die Gewänder für die Messe angelegt habe, war da ein Geschenk, das sie mir gemacht haben, eine Dornenkrone Christi aus dem Draht, der die beiden Teile des einen Korea trennt. Und das nehmen wir mit uns, dieses Geschenk, ich habe es hier im Flugzeug... Das Leid der Spaltung, einer getrennten Familie. Wie ich gesagt habe – gestern, glaube ich, ich entsinne mich nicht wann, oder bei dem Gespräch mit den Bischöfen, ich erinnere mich nicht –, haben wir eine Hoffnung: die beiden Korea sind Brüder, sie sprechen dieselbe Sprache. Wenn man dieselbe Sprache spricht, dann deswegen, weil man dieselbe Mutter hat, und das schenkt Hoffnung. Das Leid der Spaltung ist groß, das verstehe ich und ich bete, dass dies endet.

Pater Lombardi: Jetzt ist Pullella aus der englischsprachigen Gruppe an der Reihe.

Philip Pulella: Eine Beobachtung und eine Frage: Als Italoamerikaner wollte ich Ihnen meine Komplimente für Ihr Englisch machen. Sie müssen keine Angst haben. Und wenn Sie vor Ihrer Reise nach Amerika, meiner zweiten Heimat, ein wenig üben wollen, so stehe ich zur Verfügung. Welchen Akzent Sie auch annehmen wollen – den von New York... – ich bin aus New York – ich stehe zur Verfügung. Die Frage ist folgende: Sie haben vom Martyrium gesprochen: An welchem Punkt ist der Seligsprechungsprozess von Bischof Romero angelangt? Welches Ergebnis hätten Sie gern für diesen Prozess?

Der Prozess war in der Kongregation für die Glaubenslehre, aus „Gründen der Vorsicht“, blockiert, sagte man. Jetzt ist er nicht mehr blockiert. Er ist auf die Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse übergegangen. Und er folgt dem normalen Weg eines Prozesses. Es hängt davon ab, wie sich die Postulatoren bewegen. Das ist sehr wichtig, es zügig zu tun. Was ich möchte, ist, dass geklärt wird, wann das Martyrium „in odium fidei“ vorliegt, sowohl aufgrund des Bekenntnisses des Glaubens als auch aufgrund des Erfüllens der Werke, die Jesus uns gebietet, mit dem Nächsten. Und das ist eine Arbeit der Theologen, die das studieren. Denn hinter ihm (Romero) stehen Rutilio Grande und andere; es gibt andere, die getötet wurden, die jedoch Romero nicht ebenbürtig sind. Man muss das theologisch unterscheiden. Für mich ist Romero ein Mann Gottes, aber der Prozess muss geführt werden, und auch der Herr muss sein Zeichen geben...Wenn er es will, wird er es tun. Doch jetzt müssen sich die Postulatoren in Bewegung setzen, damit es da keine Hindernisse gibt.

Pater Lombardi: Jetzt haben wir eine letzte Frage, diese lassen wir von Céline Hoyeau stellen, die für die französische katholische Zeitung „La Croix“ mitgekommen ist.

Céline Hoyeau: Heiliger Vater, angesichts des Krieges in Gaza – ist Ihrer Ansicht nach das Gebet für den Frieden gescheitert, das im Vatikan am vergangenen 8. Juni organisiert worden war?

Danke für diese letzte Frage. Jenes Gebet für den Frieden war absolut kein Scheitern. Erstens stammte die Initiative dazu nicht von mir: die Initiative, gemeinsam zu kommen, kam von den beiden Präsidenten, vom Präsidenten des Staates Israel und vom Präsidenten des Staates Palästina. Sie hatten mir diesen Wunsch mitgeteilt. Dann wollten wir es dort (im Heiligen Land) machen, doch es fand sich kein rechter Platz, da der politische Preis für jeden sehr hoch war, wenn einer in den anderen Teil gegangen wäre. Die Nuntiatur, ja, das wäre ein neutraler Ort gewesen, doch um zur Nuntiatur zu gelangen, hätte der Präsident von Palästina nach Israel gehen müssen, und das war nicht einfach. Und so haben sie mir gesagt: „Machen wir es im Vatikan, und wir kommen!“ Diese beiden Männer sind Männer des Friedens, sie sind Männer, die an Gott glauben, und sie haben viel Hässliches erlebt, so viel Hässliches, dass sie überzeugt sind, dass der einzige Weg zur Lösung dieser Geschichte Verhandlungen, der Dialog und der Friede sind. Doch zu Ihrer Frage jetzt: war das ein Scheitern? Nein, ich glaube, dass die Tür offen ist. Alle vier als Repräsentanten, und ich wollte, dass Bartholomaios als Oberhaupt der Orthodoxie, als ökumenischer Patriarch der Orthodoxie dabei ist – ich will keine Worte benutzen, die vielleicht nicht allen Orthodoxen gefallen – als ökumenischer Patriarch war es gut, dass er zusammen mit uns war. Es ist die Tür des Gebets geöffnet worden. Und es heißt: „Man muss beten“. Das ist ein Geschenk, der Friede ist ein Geschenk, ein Geschenk, das unsere Arbeit verdient, aber er ist ein Geschenk. Und der Menschheit sagen, dass zusammen mit dem Weg der Verhandlungen – der wichtig ist –, des Dialogs – der wichtig ist –, auch jener der Gebets da ist. Richtig. Nachher ist es zu dem gekommen, was gekommen ist. Doch das ist konjunkturell. Jene Begegnung dagegen war nicht konjunkturell: Sie ist ein grundlegender Schritt der menschlichen Haltung: das Gebet. Jetzt lässt der Rauch der Bomben, der Kriege die Tür nicht sehen, doch die Tür ist von jenem Moment an offen geblieben. Und da ich an Gott glaube, glaube ich, dass der Herr auf jene Tür blickt, und dass er auf all jene blickt, die beten und ihn bitten, dass er uns beistehe. Ja, mir gefällt diese Frage. Danke, danke dafür, sie gestellt zu haben. Danke.

Pater Lombardi: Heiliger Vater, tausend Dank. Ich glaube, dass Sie mehr als eine Stunde mit uns gesprochen haben und dass es somit nur recht und gut ist, am Ende dieser Reise ein wenig ausruhen zu können. Unter anderem wissen wir, dass Sie heute Abend wahrscheinlich zur Gottesmutter zurückkehren werden...

Vom Flughafen aus werde ich zur Gottesmutter gehen, um ihr zu danken (in Santa Maria Maggiore). Das ist eine schöne Sache. Dr. Giani hatte angeordnet, die Blumen Koreas mit den Farben Koreas mitzunehmen, doch beim Verlassen der Nuntiatur ist ein Mädchen mit einem Blumenstrauß gekommen, Rosen, und wir haben gesagt: „Bringen wir doch der Gottesmutter gerade diese Blumen eines Mädchens von Korea“. Und diese werden wir bringen. Vom Flughafen gehen wir da hin, um ein wenig dort zu beten, und dann nach Hause.

Pater Lombardi: Gut. Sie sollen wissen, dass wir bei Ihnen sein werden, um dem Herrn für diese außerordentlichen Tage zu danken. Und alles Gute für die Wiederaufnahme Ihres Dienstes in Rom; wir werden fortfahren, Sie zu begleiten, und wir hoffen, dass sie uns weiter wie in diesen Tagen wunderschöne Dinge geben werden, von denen wir erzählen können. Danke.

Und danke euch für eure Arbeit, vielen Dank... Ich entschuldige mich dafür, nicht länger bei euch zu bleiben. Danke! Gesegnete Mahlzeit!

Übersetzung aus dem Italienischen von Armin Schwibach