USA: Weniger Katholiken praktizieren den Glauben

Washington (DT/KNA) Etwa jeder zweite in einem katholischen Haushalt aufgewachsene US-Bürger kehrt der Kirche im Laufe seines Lebens den Rücken. Davon wiederum kehren elf Prozent laut einer am Mittwoch publizierten Erhebung des „Pew Research Centers“ wieder zurück. Den Zahlen zufolge ist der prozentuale Anteil praktizierender Katholiken an der Gesamtbevölkerung rückläufig. Während sich 2007 in einer Vergleichsstudie noch 23, 9 Prozent der Amerikaner als Katholiken bezeichneten, sind es heute noch 20,8 Prozent. Dagegen bleibt der Anteil sogenannter kulturell geprägter Katholiken mit 45 Prozent konstant. Damit gemeint sind etwa nicht praktizierende Gläubige oder Personen, die durch Ehepartner oder Familie mit der katholischen Kirche zu tun hatten. Insgesamt befürworten demnach 76 Prozent der praktizierenden Katholiken und 84 Prozent der „Kultur-Katholiken“ ein Ende des kirchlichen Verbots künstlicher Verhütung. 62 beziehungsweise 73 Prozent setzen sich für eine bedingungslose Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion ein. Bei der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen sprechen sich 46 Prozent der aktiven Kirchgänger für eine Änderung der kirchlichen Praxis aus; in der anderen Gruppe wollen 62 Prozent eine Öffnung sehen.