„Treue zum katholischen Glauben“

Kurienerzbischof Guido Pozzo warnt davor, das Evangelium an den Zeitgeist anzupassen

Ziemetshausen (reg) Der Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Kurienerzbischof Guido Pozzo, hat am Pfingstsonntag im mittelschwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild vor einer Anpassung des Evangeliums an den Zeitgeist gewarnt. In der gesteckt vollen Wallfahrtskirche sprach sich der mit dem Dialog mit der Priesterbruderschaft Pius X. beauftragte Erzbischof gegen Tendenzen zur Verweltlichung unter Katholiken aus. „Die Kirche findet keine Erneuerung durch die Säkularisierung christlichen Lebens“, so Erzbischof Pozzo. Weder die dominierenden Pressestimmen noch die landläufigen Meinungen taugten als Kriterium und Richtschnur christlichen und kirchlichen Lebens und Denkens. Die Treue zum katholischen Glauben, ausgehend von der beständigen Tradition und dem Lehramt der Kirche, sei Licht für die Menschen auf der Suche nach den rechten Wegen für das Gemeinwohl der Menschheit und für das ewige Heil. Das verlange heute „einen besonderen Grad an Durchhaltevermögen“.

Ausdrücklich unterstrich der Erzbischof Pozzo die Bedeutung der Universalkirche. Die Weltkirche spreche alle Sprachen und vereine die verschiedenen Völker in dem einen Glauben. Ein Vorrang kommt der Ortskirche nicht zu: „Die Weltkirche geht den Ortskirchen voraus; die Ortskirchen müssen sich nach der Weltkirche ausrichten in der Einheit und der Katholizität. Wenn eine christliche Gemeinschaft, jedweder Art, sich im eigenen Denken und Handeln verschließt ist das ein Zeichen dafür, dass sie sich vom Heiligen Geist entfernt.“ Der Weg des Christen und jener der Ortskirchen müsse sich immer mit jenem der einen Weltkirche abstimmen und angleichen. Die Einheit der weltweiten Kirche sei dennoch nicht Uniformität, sondern Gemeinschaft in Wahrheit und Liebe.