Trelle fordert weltweite Erziehung zum Frieden

Hildesheim (DT/KNA) Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle hat zu einer weltweiten Erziehung zum Frieden aufgerufen. Dies sei umso wichtiger, als auch radikale Überzeugungen vor allem unter der Jugend der Welt ihre Anhänger fänden, sagte er am Donnerstag beim traditionellen Friedensgottesdienst in der Hildesheimer Basilika Sankt Godehard. Dieser Frieden müsse immer wieder neu erarbeitet werden, sagte der katholische Bischof. Trelle erinnerte in seiner Predigt daran, dass die Revolutionen in den arabischen Ländern vor allem von jungen Menschen getragen gewesen seien, die unzufrieden waren und wenig Perspektive für ihr Leben sahen. „Junge Menschen haben sich oft noch stärker ihren Sinn für Ungerechtigkeiten erhalten und sind bereit, etwas dagegen zu tun“, so der Bischof. Sie seien persönlich auch stärker von der Ausgestaltung der Zukunft betroffen als ältere Menschen, die sich oft schon mit den Gegebenheiten arrangiert hätten. Frieden in der Welt gehe wie der Unfrieden häufig von jungen Menschen aus, gab Trelle zu bedenken. Sie seien weniger bereit, sich mit dem Gegebenen abzufinden und kämpften eher für ihre Überzeugungen. Umso wichtiger sei es, ihnen von Anfang an den Wert des Friedens zu vermitteln, unterstrich der Bischof. Er äußerte sich im 28. Friedensgottesdienst des Bistums Hildesheim vor rund 500 Angehörigen von Militär und Polizei sowie Zivilisten. Der Bischof dankte den Einsatzkräften für den geleisteten Dienst und ihr Eintreten für den Frieden. Das Motto der Feier „Die jungen Menschen zu Gerechtigkeit und Frieden erziehen“ bezog sich auf die Friedensbotschaft des Heiligen Vaters zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2012.