Theologisch konservative Protestanten würdigen Papst

Gomaringen (DT/idea) Der Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, der Missionswissenschaftler Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen), hat die ersten fünf Jahre der Amtszeit von Papst Benedikt XVI. gewürdigt. Dieser sei seit mehr als 100 Jahren der bedeutendste Theologe unter den Oberhäuptern der römisch-katholischen Kirche. Wie Beyerhaus gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, bestehe kein Anlass, die ökumenische Gesinnung des Papstes in Frage zu stellen. So habe er bei der Anfertigung des Bestsellers „Jesus von Nazareth“ mehrere evangelische Theologen als Ratgeber hinzugezogen: „Wo der Papst den Eindruck hat, dass Christen mit einer Sprache sprechen, geht er vorsichtig voran.“ Benedikt XVI. habe mehr die geistliche Verbundenheit unter den Gläubigen im Auge als die institutionelle Einheit von Kirchen. Als tragisch bezeichnete es Beyerhaus, dass das fünfjährige Pontifikats-Jubiläum mit der Enthüllung zahlreicher Missbrauchsfälle durch katholische Geistliche zusammenfalle. Allerdings seien die Vorwürfe von den Medien häufig aufgebauscht worden. Der Missionswissenschaftler betonte, dass es eine antipäpstliche und antichristliche Kampagne gebe, die von den meisten Christen in Deutschland jedoch nicht geteilt werde. Beyerhaus erinnerte daran, dass Benedikt wiederholt Millionen von Jugendlichen begeistert habe.