Tagesheiliger: Giuseppe Dusmet – 4. April

Von Katrin Krips-Schmidt

Als „Vorbild einer evangeliumsgemäßen Nächstenliebe in Zeiten, die für das Leben der Kirche ganz besonders schwer waren“, würdigte Johannes Paul II. in seiner Ansprache zur Seligsprechung am 25. September 1988 Giuseppe Benedetto Kardinal Dusmet. Der neue Selige, so der Heilige Vater weiter, „entkleidete sich buchstäblich von allen Dingen, um die Armut anzulegen, deren demütiger Diener er gewesen war.“

Dabei stammte Giuseppe aus einer reichen adligen Familie aus dem sizilianischen Palermo, wo er am 15. August 1818 auf die Welt kam. Seine Vorfahren waren im 18. Jahrhundert aus Flandern nach Sizilien gekommen. Giuseppe trat, obwohl seine Eltern für ihn keine geistliche Laufbahn vorgesehen hatten, in den Benediktinerorden ein und legte 1840 in der Abtei Montecassino seine Gelübde ab. Kurze Zeit später wurde er zum Priester geweiht. Im Orden bekleidete er verschiedene Ämter. 1858 wurde Giuseppe zum Abt des Klosters San Nicolo l'Arena in Catania ernannt, 1867 zum Erzbischof von Catania. Er sollte die kommenden siebenundzwanzig Jahre damit verbringen, all seine finanziellen Mittel, seine Zeit und Energie für die Bevölkerung der Region aufzuwenden, die zu seiner Regierungszeit von aufeinanderfolgenden Naturkatastrophen heimgesucht wurde: Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen und der Ausbruch von Cholera-Epidemien führten den Erzbischof zu den Opfern auf die Straße – er half ihnen persönlich. Zudem kümmerte er sich um die Seelsorge seiner Diözese, gründete Bildungseinrichtungen und diente Papst Leo XIII., der sich die Erneuerung der Orden zur Aufgabe gemacht hatte. Papst Leo verlieh Giuseppe 1888 die Kardinalswürde. Am 4. April 1894 starb Dusmet in Catania.