Tagesheiliger: 8. September: Der selige Adam Bargielski

Von Katrin Krips-Schmidt

Der selige Adam Bargielski ist einer der 108 polnischen Märtyrer des Zweiten Weltkrieges, die Papst Johannes Paul II. am 13. Juni 1999 in Warschau zur Ehre der Altäre erhoben hat. Zu ihnen, die in der Zeit von 1939 bis 1945 durch ihr Glaubenszeugnis für andere Menschen zum Vorbild geworden sind, gehören drei Bischöfe, 52 Diözesanpriester, 26 Ordenspriester, drei Priesteramtskandidaten, sieben Laienbrüder, acht Ordensfrauen sowie neun Laien.

Der am 7. Januar 1903 im ostpreußischen Kalinowo (heute Polen) geborene Adam Bargielski besuchte nach dem Abschluss des Gymnasiums 1924 eine Kadettenschule, fasste nach einiger Zeit jedoch den Entschluss, seiner religiösen Berufung zu folgen. Und so empfing er nach dem Eintritt ins Priesterseminar von £om¿a 1929 die Priesterweihe.

Nach einer mehrmonatigen Tätigkeit als Kaplan nahm er ein Studium des Kirchenrechts an der Universität von Straßburg auf. Seine anschließenden Seelsorgsstationen waren Pucha³y (1931), Suwa³ki (1936), £abno (1937), Kadzid³o (1938), Bronowo (1938), W¹sosz (1939) und schließlich 1939 Myszyñiec. 1936 wollte Bargielski sich der Kongregation der Marianer in den USA anschließen, doch sein Ortsbischof ließ ihn nicht gehen – der lebhafte Pfarrer wurde in der Pastoral dringend gebraucht.

Am 9. April 1940, als Polen unter deutscher Besatzung stand, erschien Pfarrer Bargielski im Büro der Gestapo und bot sich als Austausch für einen bereits inhaftierten 83-jährigen Priester an. Der betagte Geistliche kam frei, dafür wurde Bargielski festgenommen und in verschiedene Konzentrationslager geschickt. Zuletzt nach Dachau, wo er am 8. September 1942 von einem Lagerwächter ermordet wurde. Sein Leichnam wurde im Krematorium verbrannt.