Tagesheiliger: 20. Dezember: Seliger Vinzenz Dominikus Romano

Von Katrin Krips-Schmidt

Noch heute wird der selige Vinzenz Dominikus Romano, dessen Persönlichkeit manchmal gerne mit der des heiligen Pfarrers von Ars verglichen wird, in Torre del Greco, einer Stadt in der italienischen Metropolitanstadt Neapel, hoch verehrt.

Dort erblickte er am 3. Juni 1751 im Schoß einer armen Familie das Licht der Welt. Mit vierzehn Jahren wurde er zum Studium in das örtliche Seminar aufgenommen. Hier entfaltete sich auch seine besondere Liebe zur heiligen Eucharistie. Am 10. Juni 1775 empfing er die Priesterweihe. Ihm wurde eine Pfarrei in Torre del Greco, in der bevölkerungsreichsten Gegend von Neapel, zugewiesen, in der er mit priesterlichem Eifer ein den Menschen zugewandter, glaubwürdiger Verkünder der Botschaft Christi war. „Don Vincenzo“, wie der Selige in seiner Heimat genannt wurde, predigte für die Gläubigen in einer einfachen Sprache und setzte sich für die Bildung von Kindern und Jugendlichen ein. In besonderer Weise widmete er sich auch den Waisen, Kranken und Bedürftigen und kümmerte sich um die Fischer der Hafenstadt, deren Streitigkeiten er schlichtete.

Nach dem Ausbruch des Vesuvs am 15. Juni 1794, der Torre del Greco und die Pfarrkirche Santa Croce, an der Vinzenz Romano als Vikar tätig war, fast vollständig zerstörte, wurde der Neapolitaner mit dem Wiederaufbau des Gotteshauses beauftragt. Vinzenz Dominikus Romano starb nach einer langen, schweren Krankheit am 20. Dezember 1831 mit 80 Jahren in seiner Heimatstadt. Er wurde am 17. November 1963 von Papst Paul VI. zur Ehre der Altäre erhoben.

Seine sterblichen Überreste ruhen in der päpstlichen Basilika Santa Croce in Neapel, die Papst Johannes Paul II. am 11. November 1990 anlässlich eines Pastoralbesuchs besuchte. Vinzenz Romano ist der Schutzheilige der Waisen, der Seeleute und des neapolitanischen Klerus sowie der Stadt Torre del Greco. Zudem bitten ihn Gläubige um Fürsprache bei Tumoren im Kopf-Halsbereich.