Statistik zeigt mehr ausländische Katholiken

Bonn (DT/KNA) Die Zahl ausländischer Katholiken in Deutschland ist bis zur Mitte dieses Jahres um mehr als 100 000 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Das berichtete Jose Alberto Haro Ibanez als Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (Zdk) am Samstag in Bonn auf der Herbstvollversammlung des Gremiums. Derzeit seien in Deutschland rund 3,4 Millionen ausländische Katholiken aus 189 Nationen als römisch-katholisch registriert. Laut Statistischem Bundesamt kamen im vergangenen Jahr etwa 2,14 Millionen Zuwanderer nach Deutschland, darunter gut 900 000 Flüchtlinge und Asylbewerber. Ibanez zufolge kamen 85 Prozent der Migranten aus Europa, „darunter ein großer Teil an Katholiken“. Hierzulande gebe es aktuell rund 450 muttersprachliche Gemeinden mit 35 Sprachgruppen. Die größten Gruppen seien polnisch-, italienisch-, spanisch-, kroatisch- und portugiesischsprachige Katholiken. Ibanez wies darauf hin, dass bei Flucht- und Migrationsbewegungen „verstärkt Gläubige der mit Rom unierten Kirchen aus dem byzantinischen oder orientalischen Rituskreis“ nach Deutschland kämen. Er sprach auch die Fluktuationen innerhalb der Gemeinden und damit verbundene Probleme an. 40 bis 50 Prozent der Migranten würden Deutschland wieder verlassen. „Mit der Fluktuation stoßen wir an Grenzen.“