Singen für den Frieden in Nahost

Die Regensburger Domspatzen besuchen erstmals das Heilige Land. Eine Reise im Zeichen der Versöhnung.

Jerusalem - Felsendom
Blick vom Ölberg auf Jerusalem, links ist die vergoldete Kuppel des Felsendoms zu sehen. Foto: Roland Holschneider (dpa)

Marion Giladi ist mit ihrer roten Plüschblume in den engen Gassen von Nazareth nicht zu übersehen, als sie zur modernen Verkündigungsbasilika läuft. 87 junge Sänger des weltberühmten Knabenchores zwischen elf und achtzehn Jahren hängen ihr an den Lippen. Die Reiseleiterin aus Düsseldorf erzählt von den historischen Orten des biblischen Geschehens, von der Geschichte der Kirche, der konstantinischen Ära, der Kreuzfahrerzeit, der jüngeren Geschichte Israels und der Problematik, der nicht wirklich gelösten Frage des Miteinanders der angestammten palästinensischen Bevölkerung und der jüdischen Bevölkerung.

Regensburger Domspatzen: Zum ersten Mal im Heiligen Land

Nahezu überall auf der ganzen Welt sind die Regensburger Domspatzen schon gewesen – in Italien, Spanien, Ungarn, den Philippinen, China, Südafrika, den Vereinigten Staaten von Amerika – aber noch nie im Heiligen Land. Zum ersten Mal in seiner eintausendjährigen Geschichte singt der weltberühmte Knabenchor an den Originalschauplätzen des Wirkens Jesu – genau dort, wo vor 2 000 Jahren der galiläische Wanderprediger Jesus von Nazareth auftrat und vom Anbruch des Reiches Gottes sprach.

„Zum Haus des Herrn wollen wir gehen“

Das Jerusalemer Wallfahrtslied des Königs David in Psalm 122 gibt das Motto der achttägigen Reise vor: „Zum Haus des Herrn wollen wir gehen“. „Den Wunsch habe ich schon über zwanzig Jahre, dass ich mal mit den Domspatzen ins Heilige Land fahre“, meint Domkapellmeister Roland Büchner. „Dass sich das jetzt verwirklichen lässt, lag auch an unserem Bischof Rudolf Voderholzer, der dahintersteht und der es den Buben ermöglicht hat, so authentisch an den Stätten singen zu können.“

Wie die Regensburger Domspatzen in Israel und Palästina ein starkes Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen, erfahren Sie in der Reportage von Benedikt Winkler, der den weltberühmten Knabenchor auf der Reise begleitete. Lesen Sie seinen Beitrag in der aktuellen „Tagespost“ vom 13. September 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT