Senegal: Kardinal will in Krisenregion vermitteln

Dakar (DT/KNA) Der Erzbischof von Dakar, Kardinal Theodore-Adrien Sarr, begibt sich an Neujahr zu einer Friedensmission in die südsenegalesische Krisenregion Casamance. Örtlichen Medienberichten zufolge will er in der Stadt Ziguinchor einen Friedensappell an die Konfliktparteien richten. Seit 1982 kämpft in der Casamance die Rebellenorganisation MFDC für einen unabhängigen Staat. Nach einer längeren Zeit der Ruhe flammten die Kämpfe im Herbst nach mehreren Gewalttaten wieder auf. Vor Weihnachten starben bei Anschlägen 26 Zivilisten und Militärs. Der Landstreifen der Casamance erstreckt sich entlang des gleichnamigen Flusses zwischen den westafrikanischen Staaten Gambia und Guinea-Bissau. Bevölkerung und Landschaft unterscheiden sich deutlich vom übrigen Senegal. Unter anderem liegt der Anteil der Christen mit rund 17 Prozent deutlich höher als im Rest des muslimisch geprägten Landes.