Schulterschluss mit Hemel

Professoren kritisieren Berichte nach Absage aus Eichstätt

Eichstätt/Graz (DT/KNA) Theologieprofessoren aus dem deutschsprachigen und weiteren europäischen Raum haben ihren Kollegen Ulrich Hemel vor Angriffen auf seinen wissenschaftlichen Ruf in Schutz genommen. Seine Qualifikation sei nicht in Frage zu stellen, heißt es in einer am Montag in Graz veröffentlichten Stellungnahme.

Die 22 Unterzeichner verwahrten sich gegen polemische Äußerungen, wie sie in Folge der Berichterstattung über Hemels Wahl zum Präsidenten der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und seiner anschließenden Ablehnung erfolgt seien. Der Religionspädagoge sei ein „sehr angesehener Wissenschaftler“, heißt es in der Erklärung weiter. Seine Publikationen seien hochrangig und würden häufig zitiert. Zudem gelte Hemel als gefragter Autor für Handbücher und Lexika. Die öffentliche Diskreditierung des Professors sei nicht nur eine die Persönlichkeit verletzende Angelegenheit, monierten die Professoren. Damit würden auch jene Fachgremien in Verruf gebracht, die ihn zu wissenschaftlichen Beiträgen einladen und jene Wissenschaftler, die mit ihm zusammenarbeiteten. Zu den Unterzeichnern der Stellungnahme gehören die beiden Religionspädagogen Anton Bucher aus Salzburg und Stephan Leimgruber aus München sowie Hemels akademischer Lehrer Wolfgang Nastainczyk, emeritierter Professor an der Universität Regensburg.