Schraml eröffnet Wallfahrtsjahr in Altötting

Altötting (DT/KNA) Mit einem Pontifikalamt hat der Passauer Bischof Wilhelm Schraml am Freitag im oberbayerischen Altötting das Wallfahrtsjahr 2009 eröffnet. Dies geschieht stets am 1. Mai, dem Marienfesttag „Patrona Bavariae“ (Maria als Schutzfrau Bayerns). In seiner Predigt betonte der Bischof, jeder Mensch müsse dem Ruf Gottes folgen und ein persönliches „Ja“ im Leben sagen. Die Gottesmutter sei dafür ein herausragendes Vorbild. Ein solches „Ja“ könne aber ein sehr schweres Wort und eine Zumutung sein, räumte Schraml ein. Das treffe dann zu, wenn die einmal vor Gott getroffenen Entscheidungen, etwa in Bezug auf Ehe und Familie, oder auf das priesterliche Leben, durchzutragen seien. Das „Ja zu Gott“ erdrücke den Menschen aber nicht, vielmehr erfasse er seine „rettende Hand“. Altötting erhält in wenigen Tagen eine neue Attraktion. Am 15. Mai wird das „Haus Papst Benedikt XVI. – Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum“ eröffnet. Dort werden Kunstwerke und Kunstgegenstände „im Dienst des Glaubens präsentiert“, wie Schraml sagte. Das Museum wolle „Verkündigung des Glaubens in moderner Zeit“ sein. Der Bischof erwartet sich von der Einrichtung einen Impuls für den Wallfahrtsort. „Das Heiligtum Altötting erfährt durch die alte und die neue Schatzkammer eine wesentliche Bereicherung.“ Zu sehen sein werden unter anderem das „Goldene Rössl“, ein französisches Goldschmiedekunstwerk aus dem 15. Jahrhundert und der Brautkranz der österreichischen Kaiserin Elisabeth.