Sako rät Bagdads Christen von Empfängen ab

Vatikanstadt/Bagdad (DT/KNA) Angesichts der dramatischen Lage sollten die Christen in Bagdad nach Ansicht des Chaldäischen Patriarchen Louis Raphael I. Sako in diesem Jahr auf säkulare Feiern und Empfänge zu Weihnachten verzichten. Sie sollten das Fest der Geburt Christi schlicht begehen, sich auf den geistlichen Gehalt konzentrieren und die traditionellen geselligen und mondänen Begegnungen mit Politikern und Religionsführern absagen, zitiert der vatikanische Pressedienst Fides (Dienstag) den Patriarchen. Die Leiden und die unsicheren Zukunftsperspektiven der christlichen Gemeinden legten es in diesem Jahr nahe, das Weihnachtsfest in schlichter Form zu begehen. Der Patriarch beklagte, die vor der Offensive der Terrororganisation „Islamischer Staat“ aus der Ninive-Ebene geflohenen Christen seien sich selbst überlassen worden. Auch sei das Gesetz noch nicht modifiziert worden, wonach Kinder christlicher Eltern, die zum Islam konvertierten, ebenfalls Muslime werden müssten.