Quito stoppt umstrittene Gesetze vor Papstbesuch

Quito (DT/KNA) Wenige Wochen vor dem Besuch von Papst Franziskus in Ecuador hat Staatspräsident Rafael Correa von ihm eingebrachte Gesetzesinitiativen zu Steuerreformen bei Erbschaft und Unternehmensgewinnen auf Eis gelegt. Correa reagierte damit auf Proteste in vielen ecuadorianischen Städten. Er wünsche ein „Klima des Friedens“, wenn Franziskus im Land sei, erklärte er. Die innenpolitisch umstrittenen Themen sollten stattdessen im Rahmen einer „nationalen Debatte“ nach der Visite des Papstes diskutiert werden. Die Ecuadorianische Bischofskonferenz begrüßte am Dienstag (Ortszeit) Correas Entscheidung; sie trage zu einer Deeskalierung der aufgeheizten Atmosphäre bei. Zugleich riefen die Bischöfe zu einem Dialog zwischen Regierung und Bürgern auf. Gegensätzliche Meinungen müssten angehört und respektiert werden, so die Bischöfe. Papst Franziskus besucht vom 6. bis 12. Juli Südamerika. Stationen sind Ecuador (bis 8. Juli), Bolivien und Paraguay.