Priesterberufungen: Zuspruch des persönlichen Umfelds wichtig

Bei der Entscheidung, dem Beruf zum Priester zu folgen, ist die Ermutigung des persönlichen Umfelds äußerst wichtig. Das hat eine amerikanische Studie nun herausgefunden.

Priesterweihe mit Papst Franziskus
Priesterweihe mit Papst Franziskus im Petersdom im Vatikan am 22. April 2018. Den Weihekandidaten werden die Hände aufgelegt. Foto: Paolo Galosi (KNA)

Der Zuspruch des persönlichen Umfelds spielt bei der Entscheidung, der Berufung zum Priesteramt zu folgen, eine große Rolle. Zu diesem Ergebnis ist eine Umfrage des „Center for Applied Research in the Apostolate“ (CARA) gekommen, über die das Nachrichtenportal "EWTN News" berichtet. Die große Mehrheit der 430 Männer, die in den USA dieses zu Priestern geweiht werden, stammt aus Familien, in denen beide Elternteile gläubige Katholiken sind. Zudem konnten sie auf die Unterstützung von Freunden auf ihrem Weg ins Priesteramt zählen. 334 der 430 Neupriester nahmen an der Umfrage des katholischen Meinungsforschungsinstitut CARA teil. Vergangenes Jahr waren noch 590 Männer in den Vereinigten Staaten zu Priestern geweiht worden.

Die US-Bischofskonferenz zeigt sich trotz des Rückgans optimistisch. „Es ist unerlässlich, dass wir uns weiterhin bewusst darum bemühen, junge Männer dazu zu ermutigen, sich offen für den Ruf Gottes in ihrem Leben zu zeigen und ihnen bei dieser Entscheidungsfindung helfen“, erklärte Kardinal Joseph Tobin, der Vorsitzende des Komitees für Geistlichkeit, geweihtes Leben und Berufungen der US-Bischofskonferenz. Der Umfrage zufolge gaben 86 Prozent der Befragten Priesteramtskandidaten an, von jemandem ermutigt worden zu sein, den Weg ins Priesterseminar in Erwägung zu ziehen – meistens von einem Gemeindepfarrer, Freunden oder anderen Gläubigen in der Gemeinde. Im Durchschnitt gab es im Leben eines jeden Neupriesters etwa vier Personen, die zum Weg ins Priesterseminar ermuntert hätten.

DT/mlu