Pontifex: Paul VI. war Papst in fordernder Zeit

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat seinen vor 30 Jahren verstorbenen Vorgänger Paul VI. (1963–1978) als Kirchenführer in problematischer Zeit gewürdigt. Mit den Jahren werde immer deutlicher, welche Bedeutung sein Pontifikat für die Kirche und die Welt gehabt habe, schreibt Benedikt XVI. in einer am Montag vom Vatikan veröffentlichten Botschaft an das Heimatbistum Pauls VI., Brescia. Dabei erinnerte er besonders an das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) und die ersten Jahre seiner Umsetzung. Paul VI., mit bürgerlichem Namen Giovanni Battista Montini, war am 6. August 1978 kurz vor seinem 81. Geburtstag im päpstlichen Sommersitz Castell Gandolfo gestorben. Benedikt XVI. schreibt in dem auf den 26. Juli datierten Brief, er fühle sich mit seinem Vorgänger besonders durch die Ernennung zum Erzbischof von München-Freising und durch die Aufnahme ins Kardinalskollegium verbunden. Die beiden Ämter hatte Paul VI. Joseph Ratzinger 1977 übertragen. Weiter hob Benedikt XVI. die missionarischen und ökumenischen Gesten hervor, die Paul VI. auf seinen Reisen ins Heilige Land, nach Indien und zu den Vereinten Nationen vollzog. Der Montini-Papst sei „tief in die Kirche verliebt und den Erwartungen und Hoffnungen der Menschen seiner Zeit nahe“ gewesen.