Pfarrer-Initiative gegen bessere Ehevorbereitung

Chur (DT/KNA) Das Schweizer Bistum Chur ist wegen seiner Ergebnisse der Familienumfrage vor der Bischofssynode 2014 in die Kritik geraten. Schon anhand des Vorgehens sei die Konkurrenzsituation unter den Bischöfen klar zu erkennen, zitierte die katholische Presseagentur Kipa am Montag den Leiter der Kerngruppe der Pfarrei-Initiative Schweiz, Markus Heil. Das Bistum Chur hatte seine Umfrage unabhängig von der Online-Befragung der Schweizer Bischofskonferenz durchgeführt und am Wochenende Vorschläge präsentiert. Die Ergebnisse der Bischofskonferenz stehen noch aus. Besonders kritisch bewertete die Pfarrei-Initiative den Vorschlag des Churer Bischofs Vitus Huonder, die Ehevorbereitung auszuweiten und ungenügend vorbereitete Ehepaare nicht kirchlich zu trauen. Dieser Ansatz könne, so Heil, die Zahl der Eheschließungen weiter sinken lassen. Darüber hinaus kritisierte die Initiative den Vorschlag Huonders, Menschen, die „aus einem bestimmten Grund die Kommunion nicht empfangen könnten“, beim Kommunionempfang mit verschränkten Armen vor den Priester treten zu lassen, um den Segen zu erhalten. Dieser Vorschlag der Segnung, die auch bei Kinder praktiziert werde, sei „diskriminierend“, so Heil. Anlass der Befragungen ist eine Bischofssynode zu Familienthemen, die im Oktober in Rom stattfindet.