Personalien

Weihbischof Andreas Abouna von Bagdad ist tot. Wie das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ mitteilte, erlag der 67-Jährige (Foto: KIN) am 27. Juli im Krankenhaus der kurdisch-nordirakischen Provinzhauptstadt Erbil einem Nierenleiden. Mit Weihbischof Abouna habe ein „auch in den schwierigsten Situationen stets lächelnder“ Seelsorger die irakische Kirche verlassen, sagte Erzbischof Bashar Warda von Erbil. Der Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, bezeichnete Abouna gegenüber „Kirche in Not“ als „demütigen und weltoffenen Mann“, der sich um jeden einzelnen seiner Priester gekümmert und dem stets die Einheit der Kirche am Herzen gelegen habe. Sako fügte hinzu: „Ich hoffe, er betet nun für uns im Himmel.“ „Kirche in Not“-Irakreferentin Marie-Ange Siebrecht betonte, Weihbischof Abouna habe es immer geschafft, die Priester in Bagdad davon zu überzeugen, dass das Christentum im Irak trotz aller Widrigkeiten eine Zukunft habe. Der Weihbischof wurde bereits am Abend des 27. Juli in der Sankt Josefs Kathedrale in Ankawa nahe Erbil beigesetzt. Die Trauerfeier wurde von dem chaldäischen Patriarchen Emmanuel III. Delly geleitet.

Willibald Leierseder, fast 30 Jahre Beauftragter der Bayerischen Bischofskonferenz für Hörfunk und Fernsehen beim Bayerischen Rundfunk (BR), wird am Samstag 80 Jahre alt. Der Prälat gestaltete maßgeblich die kirchlichen Verkündigungssendungen im BR sowie beim Deutschlandfunk und der Deutschen Welle mit. Leierseder stammt aus Frontenhausen in Niederbayern. 1955 wurde er in Rom zum Priester geweiht, wo er später auch in Theologie promovierte. 1971 machten ihn die bayerischen Bischöfe zu ihrem Rundfunkbeauftragten. In dieser Eigenschaft verantwortete er unter anderem den Inhalt der halbstündlichen Morgenfeiern am Sonntag. Bekannt wurde Leierseder auch als Kommentator bei Fernsehübertragungen von Festgottesdiensten und besonderen kirchlichen Großereignissen aus Rom. 2001 erhielt Leierseder den Bayerischen Verdienstorden.

David Berger, Kölner Theologe, ist aus der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin in Rom ausgeschlossen worden. Auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) bestätigte der 42-Jährige am Mittwoch in Köln entsprechende Medienberichte. Eine weitere Lehrtätigkeit an der Einrichtung wurde ihm untersagt, da seine Sicht zu „einigen Punkten der kirchlichen Lehre“ dies nicht mehr zulasse. „Mit tiefem Schmerz“ und Entsetzen hätten die Dozenten Bergers Wandel und seine gegenwärtigen „Auffassungen“ vernommen, schreibt Akademiepräsident Lluis Clavell in dem zitierten Brief an Berger. Der habilitierte Theologe Berger ist hauptberuflich Gymnasiallehrer und war Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift „Theologisches“. Diese Ämter legte er nieder, bevor er sich im April als homosexuell bekannte. Berger sprach darin von einer „heuchlerischen, bigotten“ Haltung der Kirche zur Homosexualität und dass seine Auffassung der Theologie des Thomas ihm eine positive Bewertung von Homosexualität erlaube.