Personalien

Emerich Steigerwald (69) bleibt Provinzial der Barmherzigen Brüder in Bayern. Das Provinzkapitel im niederbayerischen Kloster Kostenz bestätigte den Ordensmann in seiner Position, wie die Ordensleitung am Wochenende in München mitteilte. Der Provinzial ist Sozial- und Heilpädagoge. Er gehört dem Orden seit 1968 an. Zur bayerischen Provinz zählen derzeit 40 Brüder. Der Orden betreibt im Freistaat mehrere große Kliniken und Einrichtungen für behinderte Menschen, sozial benachteiligte Jugendliche, Senioren und Sterbenskranke mit zusammen gut 6 000 Mitarbeitern. Außerdem unterhält die Provinz eine Filiale im japanischen Kobe.

Stephan Georg Schmidt, seit mehr als drei Jahren in der Doppelfunktion als Leiter der Erzbischöflichen Pressestelle sowie als Chefredakteur der Kölner Kirchenzeitung tätig, wird seine Hauptaktivitäten im Rahmen der Neuausrichtung der Medienarbeit des Erzbistums Köln auf die Zeitung verlagern. Wie das Erzbistum am Freitag mitteilte, übernimmt der bisherige stellvertretende Pressesprecher Christoph Heckeley die Leitung des Büros. Schmidt wird nach den Angaben künftig zweiter Pressesprecher. Zudem solle eine neue journalistische Referentenstelle eingerichtet werden. Der Mitarbeiter werde schwerpunktmäßig für die elektronischen Medien, insbesondere das Internet, zuständig sein.

Klaus Laubenthal (55), Würzburger Strafrechtsprofessor, ist neuer Ansprechpartner des Bistums Würzburg für Opfer von sexuellem Missbrauch und Gewalt. Bischof Friedhelm Hofmann und Generalvikar Karl Hillenbrand stellten am Freitag den Nachfolger von Heinz Geist vor, der als Personalreferent des Bistums diese Aufgabe seit 2002 hatte. Bischof und Generalvikar würdigten Geists Tätigkeit. Man habe inzwischen jedoch erkannt, dass es günstiger sei, einen externen Fachmann damit zu betrauen. Laubenthal hat ein Lehrbuch über Sexualstrafrecht verfasst und auch Psychologie studiert. Zudem soll er eine Stellvertreterin aus dem Bereich Pädagogik oder Psychologie bekommen. Er verstehe sich nicht als Ermittler des Bischofs, sondern als „Opferbeauftragter der Diözese“, sagte Laubenthal vor Journalisten.

Barbara Schäfer-Wiegand (75), ehemalige baden-württembergische Sozialministerin, wird in der für die Aufarbeitung von Verdachtsfällen sexuellen Missbrauchs zuständigen kirchlichen Kommission im Erzbistum Freiburg mitarbeiten. Schäfer-Wiegand ist Vorsitzende einer Organisation für Missbrauchsopfer. In der kommenden Woche will sich die Kommission unter Leitung von Domkapitular Eugen Maier mit den in den vergangenen Wochen im Erzbistum eingegangenen Hinweisen befassen.