Personalien

Franz-Josef Overbeck (45) ist neuer Adveniat-Bischof. Der Essener Bischof übernahm den Vorsitz der Bischöflichen Kommission des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks von seinem Münsteraner Amtsbruder Felix Genn (59), wie Adveniat am Freitag in Essen mitteilte. Der frühere Essener Bischof Genn stand der Kommission seit 2008 vor und gibt nach den Angaben das Amt wegen seines Wechsels nach Münster ab. Overbeck war während der am Donnerstag zu Ende gegangenen Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka gratulierte Overbeck zu seinem Amtsantritt: „Ich bin sicher, dass die Zusammenarbeit mit der Bischöflichen Kommission Adveniat auch in Zukunft so intensiv, partnerschaftlich und fruchtbar verläuft wie bisher.“ Für Adveniat seien die Wege zum Kommissions-Vorsitzenden räumlich nun wieder kürzer, da das Haus des Essener Bischofs nur etwa 200 Meter von der Geschäftsstelle des Hilfswerks entfernt liege. Klaschka dankte Genn für die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Mit großem Einfühlungsvermögen und Weitsicht hat sich Bischof Genn in den vergangenen zwei Jahren um die Belange von Adveniat gesorgt.“ Auch als Bischof von Münster habe er stets die Verbindung nach Lateinamerika gesucht.

Stephan Schröer, Alt-Abt der Benediktinerabtei Königsmünster im sauerländischen Meschede, wird am Montag 70 Jahre alt. Er hatte 25 Jahre lang den Konvent im Sauerland geführt und war 2001 aus gesundheitlichen Gründen vom Amt zurückgetreten. Schröer wurde 1940 in Freienohl geboren. Nach dem Abitur studierte er Volkswirtschaft in Köln und Münster mit dem Abschluss Diplom-Kaufmann. 1967 trat er in die Abtei ein, legte 1968 die zeitliche Profess ab und wurde 1972 zum Priester geweiht. 1976 weihte ihn der damalige Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Abt.

Walter Alt, Vorstandschef der LIGA Bank, ist tot. Der 62-Jährige verstarb am Sonntag nach schwerer Krankheit in Regensburg, wie sein Unternehmen am Montag bestätigte. Alt leitete seit fünfeinhalb Jahren die älteste und größte Kirchenbank Deutschlands. Insgesamt gehörte er mehr als 17 Jahre lang dem Vorstand an. Alt steuerte das traditionsreiche katholische Geldinstitut unbeschädigt durch die Finanzkrise. Über seine Berufstätigkeit hinaus war der Bankier ehrenamtlich engagiert, unter anderem beim Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Für die vor wenigen Monaten eingeweihte neue Regensburger Domorgel sammelte er viele Spenden. Die LIGA Bank mit Sitz in Regensburg gibt es seit 1917. Sie ist vor allem in Süddeutschland, aber auch in einigen ostdeutschen Städten und in Österreich vertreten. Knapp 400 Mitarbeiter betreuen mehr als 70 000 Kunden aus dem Raum der katholischen Kirche. Die Genossenschaft entstand als Standesbank für den Klerus und versteht sich heute als umfassender Finanzdienstleister für kirchliche Mitarbeiter, Verbände und Einrichtungen.

Alfons Hardt, Generalvikar im Erzbistum Paderborn, wird am Dienstag 60 Jahre alt. Der gebürtige Mendener leitet seit 2004 das Erzbischöfliche Generalvikariat und ist damit Stellvertreter von Erzbischof Hans-Josef Becker in Verwaltungsangelegenheiten. Hardt absolvierte in Münster ein Jurastudium, das er mit der zweiten Staatsprüfung abschloss. Daran schloss er ein Studium der Theologie in Paderborn und München an. 1981 empfing er die Priesterweihe. Seit 2000 leitete er die Zentralabteilung pastorales Personal. 2003 wurde er stellvertretender Generalvikar und 2004 Generalvikar. Johannes Paul II. ernannte ihn 2002 zum Päpstlichen Ehrenprälaten. Seit 2009 ist er Domdechant.