Personalien

Dr. Adolf Bauer (64), dienstältester Bischöflicher Finanzdirektor in Deutschland, hat am Dienstag in Würzburg sein 30jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Im Allgemeinen Geistlichen Rat der Diözese Würzburg, dem engsten Beratergremium des Bischofs, hat er als Chef der Bischöflichen Finanzkammer am längsten Sitz und Stimme. Kurz vor der Resignation im Januar 1979 ernannte der Würzburger Bischof Josef Stangl Adolf Bauer zum 1. Juli 1979 zum Bischöflichen Finanzdirektor. Der aus Thüngersheim stammende Diplom-Volkswirt und Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften wurde jüngster Finanzchef einer deutschen Diözese. Seit 1973 war Bauer bereits im Bischöflichen Ordinariat Würzburg für Sonderaufgaben wie den Aufbau der EDV oder die Planung des Haushalts verantwortlich. Das Vertrauen des Bischofs und der Diözesanleitung erarbeitete er sich in kurzer Zeit. Für Bauer bedeutet der Dienst in der Kirche eine große Erfüllung, die ihn zeit seines beruflichen Wirkens Angebote von weltlichen Firmen und Einrichtungen ablehnen lässt. Über dreieinhalb Jahrzehnte hält er der Kirche von Würzburg die Treue: „Meine Aufgabe als Bischöflicher Finanzdirektor ist mehr als ein Job. Ich kann für eine gute Sache vieles mitgestalten und verantworten – und vor Arbeit und Verantwortung habe ich mich noch nie gescheut.“ Sehr zufrieden blickt er auf die große Zahl von katholischen Stiftungen, die unter seiner Aufsicht stehen oder durch seine Mithilfe entstanden: 1 809 originäre katholische Kirchen- und Pfründestiftungen gibt es in den Pfarreien der Diözese Würzburg, weitere dreißig kirchliche Stiftungen mit besonderem Stiftungszweck. Unter Bauers Mitwirkung wurden elf dieser Stiftungen gegründet. Bauer ist Vorsitzender des Zentrums für Augustinus-Forschung e.V. in Würzburg. Als Mitglied des Verwaltungsrats der Katholischen Bibelanstalt nahm er kürzlich an einer Privataudienz im Apostolischen Palast teil.