Personalien

Pater Johannes Bahlmann (48), Franziskaner aus dem niedersächsischen Visbek, wird am Samstag in Münster zum Bischof geweiht. Papst Benedikt XVI. hatte ihn im Januar zum Bischof für Obidos im Nordosten Brasiliens berufen. Zum Pontifikalamt mit Bischof Felix Genn werden zehn brasilianische Bischöfe erwartet, wie das Bistum Münster am Dienstag mitteilte. Darunter sei der Erzbischof von Rio de Janeiro, Orani Joao Tempesta. Die Weiheliturgie im Sankt-Paulus-Dom beginnt um 15.00 Uhr und wird laut Bistum in deutscher, portugiesischer und lateinischer Sprache abgehalten. Erwartet werden auch Bahlmanns Vorgänger, der aus Heek-Nienburg stammende Bischof Martin Lammers, und der oldenburgische Offizial und Regionalbischof Heinrich Timmerevers. Am Sonntag will der Neugeweihte in seiner Heimatgemeinde in Visbek bei Vechta den ersten Gottesdienst als Bischof feiern. Die Kollekte aus dem Weihegottesdienst ist für die Prälatur Obidos bestimmt. Es handelt sich dabei um ein im Aufbau befindliches Bistum. Bahlmann, der 1960 in Visbek geboren wurde, absolvierte bei den Franziskanern eine Ausbildung zum Landwirt und Agraringenieur. 1990 legte er das Ewige Gelübde ab. 1997 wurde er in Münster zum Priester geweiht. Seit 1983 lebt der Ordensmann in Brasilien und engagiert sich in Sozialprojekten etwa für Straßenkinder und Obdachlose. In Sao Paulo war er Guardian der Klostergemeinschaft von 30 Ordensbrüdern. Das Bischofswappen zeigt das auf Franz von Assisi verweisende „Tau“ aus dem griechischen Alphabet, einen Fisch und einen Paranussbaum.