Personalien

Kardinal Peter Seiichi Shirayanagi, Alterzbischof von Tokio, wird am Dienstag 80 Jahre alt. Mit Deutschland ist der Kardinal durch die Bistumspartnerschaft zwischen den Erzdiözesen Tokio und Köln eng verbunden. Geboren am 17. Juni 1928 in Hachioji, wurde Shirayanagi 1954 zum Priester und 1966 zum Bischof geweiht. 1970 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Erzbischof der Hauptstadt; 1994 erhielt er die Kardinalswürde. Im Februar 2000 schied Shirayanagi mit 71 Jahren aus Gesundheitsgründen vorzeitig aus dem Amt; sein Nachfolger ist Erzbischof Peter Takeo Okada (66).

Hubert Berenbrinker (58), bislang Personalchef für die Priester und Diakone im Erzbistum Paderborn, ist am Sonntag zum Bischof geweiht worden. Erzbischof Hans-Josef Becker legte Berenbrinker im überfüllten Paderborner Dom die Hand auf und überreichte ihm Bischofsring, Stab und Mitra. Mit dem neuen Amtsinhaber hat das Erzbistum wieder drei Weihbischöfe, nachdem Karl-Heinz Wiesemann im März Bischof von Speyer geworden war. In seiner Predigt verwies Becker auf den wachsenden Personalmangel in Kirche und Orden. Es werde immer schwerer, geeigneten Nachwuchs zu finden. Bei der Suche solle die Kirche aber nicht auf die „oft selbst gemachten Probleme“ ihrer Institutionen blicken. Vielmehr gehe es um eine Besinnung auf die Berufung, das Reich Gottes zu verkünden. Berenbrinker dankte Papst Benedikt XVI. und Becker für ihr Vertrauen. Das Bischofsamt sei eine Aufgabe des Dienens, unterstrich er. An dem Gottesdienst nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft teil, darunter Kurienbischof Josef Clemens, die Bischöfe von Osnabrück und Fulda, Franz-Josef Bode und Heinz Josef Algermissen, sowie der koptisch-katholische Bischof Antonios Mina von Giseh in Ägypten. Berenbrinker stammt aus Verl im Kreis Gütersloh und wurde 1977 gemeinsam mit Becker zum Priester geweiht.

Maria Theresia Opladen (60), Rechtsanwältin aus Bergisch Gladbach und ehemalige CDU-Abgeordnete im nordrhein-westfälischen Landtag, ist neue Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Opladen wurde von der am Freitag in Mainz zu Ende gehenden kfd-Bundesversammlung in dieses Amt gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Magdalena Bogner an, die elf Jahre an der Spitze der kfd stand.

Eva-Maria Hobiger, Wiener Ärztin, ist von Papst Benedikt XVI. zur „Dame des Gregoriusordens“ ernannt worden. Kardinal Christoph Schönborn überreichte Hobiger die hohe päpstliche Auszeichnung bei einem Festakt im Wiener Erzbischöflichen Palais. Hobiger betreibt seit 2001 das medizinische Hilfsprojekt „Aladins Wunderlampe“ für krebskranke Kinder in einem Mutter-Kind-Spital in Basra. Das Spital ist wegen der katastrophalen humanitären Situation im Irak von den Medikamentenlieferungen Hobigers abhängig. Ihr Einsatz rettete in den vergangenen Jahren tausenden irakischen Kindern das Leben. Die Ärztin unterstützte auch soziale und medizinische Projekte der chaldäisch-katholischen Gemeinde in Basra. Der frühere Erzbischof von Basra, Gabriel Kassab, hat Hobiger wegen ihres Engagement als „Engel der Ärmsten“ bezeichnet.