Personalien

Slawoj Leszek Glodz, Erzbischof der Diözese Warschau-Praga, ist zum neuen Metropoliten der Erzdiözese Danzig ernannt worden. Der am 13. August 1945 in Bobrowka im Osten Polens geborene Glodz begann das Theologiestudium 1964 in Bialystok. Nach zweijähriger Unterbrechung des Studiums wegen des Militärdienstes – er war als Bombenentschärfer tätig – wurde er am 14. Juni 1970 von Bischof Henryk Gulbinowicz zum Priester geweiht. Danach arbeitete er in der polnischen Gemeinde in Paris und promovierte in Rom über Orientalisches Kirchenrecht. Ab 1981 arbeitete er im Vatikan in der Kongragation für Orientalische Kirchen. 1991 wurde Glodz zum Bischof geweiht und von Papst Johannes Paul II. zum polnischen Militärbischof ernannt. 2004 folgte die Ernennung zum Erzbischof und die Leitung der Diözese Warschau-Praga, die er bis zur Übernahme seiner neuen Amtsstelle am 26. April fortführt. Glodz folgt in Danzig auf Erzbischof Tadeusz Goclowski, der aus Altersgründen nach 25 Jahren aus dem Amt scheidet. Im Vorfeld der Ernennung war es in Polen zu heftigen Kontroversen gekommen. Kritiker werfen Glodz vor, erzkonservativ und europa-feindlich zu sein. Der aus Danzig stammende ehemalige Präsident und Arbeiterführer Lech Walesa hatte die mögliche Ernennung im Vorfeld als „Unglück“ bezeichnet.

Albert Schmidt OSB aus der Benediktinererzabtei St. Martin in Beuron ist der neue Abtpräses der Beuroner Kongregation. Das 24. Generalkapitel wählte den 60-jährigen, aus Freiburg stammenden Ordensgeistlichen am 16. April zum Nachfolger von Abt Anno Schoenen OSB (82) von Maria Laach, der von 1985 bis 2008 die Kongregation leitete. Erstmals in der Geschichte der Kongregation wurde ein Kandidat gewählt, der nicht amtierender Abt ist. Die Abtweihe von Pater Albert Schmidt findet am 19. April 2008, durch Erzbischof Robert Zollitsch in Beuron statt. Die feierliche Liturgie in der Klosterkirche beginnt um 10.30 Uhr. Der neue Abtpräses wurde 1948 in Freiburg geboren und trat 1967 als knapp Neunzehnjähriger in die Erzabtei Beuron ein. Nach Studium und Promotion in Rom und der Priesterweihe 1973 war er 17 Jahre mit verschiedenen Aufgaben in Beuron betraut. Seit 1992 wirkte er als Studentenseelsorger am Kolleg St. Benedikt in Salzburg und von 1997 bis 2005 als Rektor der päpstlichen Benediktinerhochschule S. Anselmo in Rom. Seit seiner Rückkehr nach Beuron ist er Schriftleiter der Benediktinerzeitschrift „Erbe und Auftrag“. Die Beuroner Kongregation ist ein Zusammenschluss von 18 Männer- und Frauenklöstern in Dänemark, Deutschland, Österreich und Südtirol unter dem Patronat des heiligen Martin von Tours. Zu ihr gehören rund 250 Mönche und über 270 Nonnen. Hauptkloster ist die Erzabtei Beuron im oberen Donautal. Hier kommt alle sechs Jahre das Generalkapitel zusammen, das etwa 40 Mitglieder aus allen Klöstern zählt.

Rudolf Hengesbach (55), Fachleiter für katholische Religion am Studienseminar Paderborn, leitet künftig den Bundesverband der katholischen Religionslehrerinnen und -lehrer. Das teilte das Erzbistum Paderborn am Donnerstag mit. Die Mitgliederversammlung habe ihn zum ersten Vorsitzenden gewählt. An der Tagung in Nürnberg hatte auch der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker teilgenommen. Er ist Vorsitzender der Schulkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Auf der Konferenz ging es um die Rolle von Religionslehrern in Ganztagsschulen und die mit dieser Schulform verbundenen Probleme für das Leben der Pfarrgemeinden.