Personalien

Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hat in der Vergangenheit keine Funktion als theologischer Berater bei dem Netzwerk „Initiative Kirche von unten“ innegehabt. Am Donnerstag bezeichnete Radio Vatican eine entsprechende Meldung des Senders vom 31. März (siehe DT 3. April) als Aprilscherz.

Paul-Werner Scheele, emeritierter Bischof von Würzburg, wird am Sonntag 80 Jahre alt. An seiner Geburtstagsfeier werden unter anderen der Mainzer Kardinal Karl Lehmann, der Münchner Erzbischof Reinhard Marx und Kardinal Friedrich Wetter teilnehmen. Scheele leitete das fränkische Bistums von 1979 bis 2003. Über diese Zeit hinaus arbeitete der langjährige Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz bis 2007 im päpstlichen Einheitsrat mit. Außerdem verfasste der Dogmatiker seit seinem Amtsverzicht sechs Bücher. Das jüngste trägt den Titel „Weitervereinigung“. Der 1928 im westfälischen Olpe geborene Scheele studierte Philosophie und Theologie in Paderborn und München. 1952 wurde er zum Priester geweiht. Ab 1965 war er Professor für Fundamentaltheologie in Fulda, wechselte dann nach Bochum und wurde 1970 Lehrstuhlinhaber für Dogmatik an der Universität Würzburg. Ein Jahr später übernahm er das Amt des Direktors des renommierten Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, wo er bereits seit 1964 Sektionsleiter gewesen war. 1975 ernannte ihn der Papst zum Weihbischof in Paderborn, vier Jahre später zum Bischof von Würzburg. Im ökumenischen Dialog wird Scheele international geschätzt. Er selbst gilt als Mann des Ausgleichs, der geduldig für kleine Fortschritte arbeitet. Grundlage ist für ihn der Respekt vor den Positionen des Gegenübers. Als erster katholischer Bischof nahm er ein Mandat beim Ökumenischen Weltrat der Kirchen in Genf wahr. An der 1999 in Augsburg unterzeichneten Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre mit den Lutheranern war er ebenso maßgeblich beteiligt wie am ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin. Zuletzt leitete er die römische Delegation im Dialog mit den Alt-Katholiken. Im Bistum Würzburg setzte Scheele viele Akzente, unter anderem für Familien, Arbeitslose und Mütter in Not. Mit dem Würzburger „Museum am Dom“ eröffnete der passionierte Klavierspieler und Kunstliebhaber vor fünf Jahren Europas größte kirchliche Sammlung zeitgenössischer Kunst.