Personalien

Prälat Winfried König (75), Apostolischer Visitator für heimatvertriebene Katholiken aus dem Erzbistum Breslau, ist am Samstag in Münster feierlich verabschiedet worden. Er war 25 Jahre Seelsorger für eine Million Menschen schlesischer Herkunft, wie Bischof Reinhard Lettmann im Gottesdienst im Dom sagte. König habe sich dieser „Lebensaufgabe“ mit ganzem Herzen gewidmet. König war im Dezember 75 Jahre alt geworden. Seine Aufgaben übernimmt bis Jahresende der Visitator der Gläubigen aus der Grafschaft Glatz, Großdechant Franz Jung. Lettmann erklärte, die Arbeit der Seelsorger für die Vertriebenen stehe nicht im Zeichen des „Revisionismus“. Vielmehr hätten sie einen „hervorragenden Beitrag zur Integration“ geleistet. Die schlesischen Katholiken wiederum hätten die Kirche in der Bundesrepublik „durch Eifer, Glaubenstreue und christliches Zeugnis“ bereichert. In dem Gottesdienst wurde zugleich daran erinnert, dass die Apostolische Visitatur Breslau vor 35 Jahren im Ermlandweg in Münster gegründet worden war.

Ludwig Limbrunner (49), bisher Regens am Passauer Priesterseminar, wird neuer Bischöflicher Administrator für den Marienwallfahrtsort Altötting. Als Rektor der Gnadenkapelle ist er für die Wallfahrt verantwortlich, wie der Passauer Bischof Wilhelm Schraml am Dienstag bekanntgab. Limbrunner tritt am 1. August die Nachfolge von Alois Furtner (71) an, der seit 1992 das Amt ausübte. Jährlich besuchen mehr als eine Million Gläubige die oberbayerische Stadt, die damit zu Deutschlands größten Wallfahrtsorten zählt. Limbrunner, den Papst Benedikt XVI. 2007 zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannte, wurde 1984 zum Priester geweiht und war seit 2003 Regens am Priesterseminar. Diese Aufgabe übernimmt nun Franz Haringer (35). Er wird damit auch das sogenannte Propädeutikum für Südbayern leiten, die erste Ausbildungsphase für angehende Priester. Haringer war von 2002 bis 2007 Direktor des Spätberufenenseminars in Wolfratshausen-Waldram. Aktuell ist er für die theologische Fortbildung von Priestern und Hauptamtlichen in der Pastoral verantwortlich. Diese Aufgabe übernimmt künftig Domkapitular Josef Fischer (59), Referent für Orden und Klöster.

Schwester Kunigunde Fürst, Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, wurde am Sonntag zur neuen Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden in Österreich gewählt. Sie folgt auf Schwester Elisabeth Göttlicher, die diese Funktion sieben Jahre lang inne hatte. Zur Stellvertreterin von Schwester Kunigunde Fürst wurde Schwester Patricia Erber, Provinzoberin der Salvatorianerinnen, gewählt. In einer ersten Stellungnahme hat sich die neu gewählte Präsidentin eine „verstärkte und vertiefte Zusammenarbeit zwischen den Frauenorden Österreichs“ zum Ziel gesetzt. Die gut 90 Oberinnen der österreichischen Frauenorden setzten sich in Vöcklabruck mit dem Thema „Geistlich leiten. Berufungen erhalten. Zukunft gestalten“ auseinander.

Günther Knotzinger, Wiener Kirchenmusiker, der von August 2005 bis Ende 2006 die Wiener Dommusik geleitet hat, hat das Ritterkreuz des Gregoriusordens erhalten. Kardinal Christoph Schönborn überreichte ihm in Wien die Auszeichnung. Bei der Feier dankten der Wiener Erzbischof sowie Domkustos Prälat Josef Weismayer als Vertreter des Domkapitels Günther Knotzinger für seinen Einsatz für die Wiener Dommusik. Der Komponist und Kirchenmusiker hatte die Dommusik in einer schwierigen Situation übernommen: Nach der Lösung des Dienstverhältnisses mit dem langjährigen Domkapellmeister Johannes Ebenbauer im Sommer 2005 war der Posten vakant gewesen; auf Bitten des Wiener Domkapitels übernahm Knotzinger damals interimistisch die Leitung der Dommusik – bis zur Bestellung von Markus Landerer zum neuen Domkapellmeister von St. Stephan am 1. Januar 2007.

Astrid Haas (54), seit 1980 bei der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ tätig, ist neue Chefredakteurin der deutschsprachigen Wochenausgabe. Der neue Direktor der italienischen Gesamt-Edition, Giovanni Maria Vian, berief die aus Steinach stammende Österreicherin zur verantwortlichen Redaktionsleiterin, wie jetzt bekannt wurde. Bislang war Haas stellvertretende Chefredakteurin. Seit dem Ausscheiden von Chefredakteur Ernst Schlögel Anfang 2007 führte Haas kommissarisch die redaktionellen und administrativen Amtsgeschäfte, wie bereits in den Jahren 2000 und 2002.

Jochen Jarzombek (46), Teamleiter in einem Regensburger Architekturbüro, wird ab Juni neuer Passauer Diözesanbaumeister. Das teilte die Bischöfliche Pressestelle am Dienstag mit. Er tritt die Nachfolge von Josef Lechner an, der im September 2007 im Alter von 59 Jahren nach einer schweren Krankheit gestorben war. Jarzombek, seit 20 Jahren im Architekturbüro tätig, habe bei Projekten wie etwa dem Umbau des Königshofs in Dresden Erfahrung im Denkmalschutz gesammelt.