Personalien

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Papst Franziskus hat den Leiter der Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Francisco Ladaria (73), zum Mitglied des Rates für die Einheit der Christen berufen. Das teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Bislang war Ladaria lediglich Berater des sogenannten Ökumenerates. Es ist davon auszugehen, dass Franziskus mit dieser Ernennung die Zusammenarbeit zwischen den beiden vatikanischen Behörden stärken will.

Die niederländische Politikerin Lilianne Ploumen (56), (Foto: dpa), von der Arbeiterpartei (PvdA) hat im vergangenen Jahr den Päpstlichen Orden des heiligen Gregors des Großen erhalten. Diese Auszeichnung wurde jetzt erst allgemein bekannt und hat in Rom für Verwirrung und Bestürzung gesorgt, da Ploumen, die bis November vergangenen Jahres Mitglied der niederländischen Regierung war, auch als Abtreibungs-Aktivistin und Förderin von Programmen zur Empfängnisverhütung ist. Immerhin ist der Gregoriusorden der vierthöchste Orden, den der Vatikan für Verdienste um die katholische Kirche vergeben kann. Er wird allerdings nur mittelbar vom Papst vergeben, die Auszeichnung ist Angelegenheit des diplomatischen Dienstes des Vatikans, das heißt des Staatssekretariats. Ploumen war von 2004 bis 2007 Leiterin des katholischen Vereins „Cordaid“, dem vorgeworfen wurde, Gelder für den amerikanischen Abtreibungskonzern „Planned Parenthood“ zur Verfügung gestellt zu haben. Als Präsident Donald Trump vor einem Jahr die Zahlungen an Organisationen strich, die weltweit Abtreibungen fördern, gründete die Politikerin die neue Nichtregierungs-Organisation „She decides“, mit der sie dreihundert Millionen Dollar für die Unterstützung von Programmen zur sogenannten „reproduktiven Gesundheit“ sammelte.

Der Vatikan begründete jetzt die Auszeichnung mit der Tatsache, dass Ploumen als niederländische Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit zu der Delegation gehört habe, die im Juni vergangenen Jahres das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima zur Audienz bei Papst Franziskus begleitet habe. Wie die stellvertretende Vatikansprecherin Paloma Garcia Ovejero in Rom mitteilte, entspreche die Auszeichnung der Mitglieder dieser Delegation während des Besuchs des niederländischen Königspaars „der diplomatischen Praxis des Austauschs von Ehrenabzeichen zwischen den Delegationen bei offiziellen Besuchen von Staats- und Regierungschefs im Vatikan“. Nicht im Geringsten, so Garcia Ovejero weiter, stelle die Auszeichnung „eine Placet der Politik zugunsten der Abtreibung und der Geburtenkontrolle dar, für die sich Frau Ploumen einsetzt“. Auch der Erzbischof von Utrecht, Kardinal Willem Jacobus Eijk, meldete sich zu Wort. Angesichts der zahlreichen Anfragen aus den Niederlanden und dem Ausland zu diesem Fall ließ er erklären, nichts von der Auszeichnung und der Auswahl der Empfängerin gewusst zu haben. Einem größeren Kreis von Personen wurde die Verleihung des Gregoriusordens an Frau Ploumen erst vor wenigen Tagen bekannt, als die ehemalige Ministerin im vergangenen Dezember gegenüber dem holländischen Radiosender BNR von der Verleihung erzählte und der Journalist Michael Hichborn vom „Lepanto Institute“ diese Meldung daraufhin zunächst im angelsächsischen Sprachraum verbreitete.

Gerhard Best, Dechant und nichtresidierender Domkapitular des Erzbistums Paderborn, wird nach dem Weggang der Franziskaner zum Ende der Wallfahrtssaison 2019 die Leitung der Wallfahrt in Werl übernehmen. Das Erzbistum Paderborn hatte 2017 das Grundstück und das Klostergebäude der Franziskaner erworben, die sich 2019 aus Werl zurückziehen werden. Nachfolger von Best als Pfarrer der Pfarrei Jesus Christus in Lippetal wird zum 1. September 2018 Domvikar Ulrich Liehr. Der derzeitige Erzbischöfliche Kaplan und Geheimsekretär wird zum 1. September 2018 die Pfarrstelle antreten. Best wurde 1957 in Werl geboren. Nach dem Abitur 1977 am dortigen Mariengymnasium studierte er an der Theologischen Fakultät in Paderborn sowie in Münster, Freiburg (Breisgau) und Dortmund Theologie und Philosophie. 1990 wurde er von Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Seit 2013 war Best Pfarrer der Kirchengemeinde Jesus Christus in Lippetal. Im März 2015 wurde er als nichtresidierender Domkapitular des Metropolitankapitels eingeführt.

Der Betriebswirtschaftler Jörg Lang wird zum 1. Februar Finanzdirektor des Bistums Speyer. Wie die Diözese am Montag mitteilte, folgt er Tatjana Mast, die das Amt seit 2012 ausübt. Der aus dem Saarland stammende Lang arbeitete in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Informationstechnologie und Controlling bei mehreren Wirtschaftsunternehmen.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELKJHL) hat einen neuen Bischof. Am Freitag ordinierte Alt-Bischof Munib Younan den langjährigen Pfarrer der Erlöserkirche in Jerusalem, Sani Ibrahim Azar, und führte ihn als seinen Nachfolger ein. Der im Libanon geborene Geistliche ist der vierte palästinensische Bischof der ELKJHL. Als Spruch für seine Einsegnung wählte der 56-jährige Azar einen Vers aus dem Johannesevangelium:„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“. Das „Leben als Kind Gottes“, so Azar in seiner Ansprache, gehe „mit viel Verantwortung einher“, da Gott dazu auffordere „in die Welt hinauszugehen und nicht in unseren bequemen Leben zu bleiben“.

Die versammelte Gemeinde, darunter zahlreiche Vertreter anderer Konfessionen sowie Vertreter der jordanischen und palästinensischen Behörden, bat der neue Bischof um begleitendes Gebet. Azar, der die lutherische Schule in Bethlehem besuchte, betonte bei seiner Ordination seine tiefe Verwurzelung mit der ELKJHL, in der er aufgewachsen sei, und kündigte an, die sechs ihm anvertrauten Gemeinden „auf der Basis von Liebe, Partnerschaft und Respekt“ zu führen.

Alt-Bischof Munib Younan, von 1998 bis 2017 Bischof der ELKJHL, versprach seinem Nachfolger Unterstützung in der schwierigen Aufgabe. In einer komplizierten politischen Situation sei es kein leichtes, das evangelische Erbe zu erhalten, der Wahrheit eine Stimme zu verleihen, religiösem Extremismus und politischem Populismus entgegenzutreten sowie Anwalt eines auf Gerechtigkeit basierenden Friedens zu sein. Sani Ibrahim „Charly“ Azar wurde am 22. Juni 1961 als Sohn einer lutherischen palästinensischen Familie im Libanon geboren. Nach Abschluss seines Theologiestudiums in München wurde er 1988 als Pfarrer der Erlöserkirche in Jerusalem eingesetzt. Daneben wirkte Azar als Jugendpfarrer, als Mitglied des ELKJHL-Kirchenrats sowie als Synodenpräsident. Im Januar 2017 wählte ihn die Synode zum Nachfolger von Munib Younan, der als Kirchenratsmitglied weiter in der Kirche tätig ist. Die 1947 als deutsche Missionskirche gegründete ELKJHL erhielt 1959 Autonomie und trat 1974 dem Lutherischen Weltbund bei.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat Holger Dörnemann zum Jahresbeginn in das Amt des Beauftragten für Homosexuellenpastoral des Erzbistums berufen. Der 50-jährige Wuppertaler arbeitet seit 1996 für die Erzdiözese unter anderem in der Erwachsenenbildung sowie als Leiter des Referats Ehe und Familie.