Personalien

Pfarrer Holger Kruschina

Einen Generationswechsel vollzog bei seiner Mitgliederversammlung diese Woche im Bamberger Bistumshaus St. Otto das Sudetendeutsche Priesterwerk e.V.: Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Pfarrer Holger Kruschina (Foto: Bauer) (46) steht nun an der Vereinsspitze und löst Monsignore Karl Wuchterl (79) ab, der seit 2012 dieses Amt ausgeübt hat. Doch nicht nur personell befindet sich das Sudetendeutsche Priesterwerk im Umbruch. Auch in der Vereinsarbeit gibt es nach dem Verkauf des Hauses St. Johann in Brannenburg neue Schwerpunkte. Die Abwicklung des Verkaufs des Hauses St. Johann, das dem Priesterwerk 60 Jahre lang als Bildungs- und Exerzitienhaus diente, war im Jahr 2016 die zentrale Aufgabe des Vorstandes. Seit diesem Jahr hat das Sudetendeutsche Priesterwerk seinen Sitz in den Räumen der Hauptstelle der Ackermann-Gemeinde in München. „Die Arbeit ist nun geringer geworden, die meiste Arbeit hat ja das Haus St. Johann gemacht“, bilanzierte der bisherige Vorsitzende. In einigen Bereichen hat das Sudetendeutsche Priesterwerk, dem 84 katholische Priester angehören, bereits im letzten Jahr neue Wege beschritten. So wurden in den Mitteilungen der Vereinigung neben Berichten aus dem sudetendeutschen beziehungsweise Vertriebenenbereich auch Beiträge über Entwicklungen in der katholischen Kirche in Tschechien aufgenommen. Zudem sollen künftig Glaubenszeugen und auch tschechische Heilige im Verbandsorgan vorgestellt werden. Von zentraler Bedeutung für die Zukunft des Priesterwerks wird die angedachte Stiftung sein. Damit können zum einen förderwürdige Projekte (wissenschaftliche Arbeiten) unterstützt werden, zum anderen kann ein Kapitalstock für die Vereinsarbeit aufgebaut werden. Bei den geförderten Themen sollten besonders pastorale Initiativen und Aspekte der Priesterausbildung in Tschechien im Fokus stehen. Ein siebenköpfiges Team aus deutschen und tschechischen Personen soll diese inhaltlichen Schwerpunkte koordinieren. Die neugewählte Vorstandschaft erhielt den Auftrag, die Gründung und Konzeption dieser Stiftung einzuleiten und das „Siebener-Gremium“ zu bestellen. Die neue, für die nächsten drei Jahre gewählte Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Pfarrer Holger Kruschina (Roding), 2. Vorsitzender Pfarrer Markus Goller (Fürth), Beisitzer Pfarrer Mathias Kotonski (Buttenwiesen) und Pfarrer Alois Schmidt (Bernhardswald). Berufen wurde – wie bisher – Monsignore Anton Otte (Heiligenstadt/Prag) als Berater für die deutsch-tschechischen Beziehungen. Auf Antrag des neuen ersten Vorsitzenden wurde der bisherige Vorsitzende Monsignore Wuchterl zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Holger Zaborowski (43), Professor für Geschichte der Philosophie und philosophische Ethik, ist neuer Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) der Pallottiner. Er wurde jetzt im Rahmen einer Feierstunde in das Amt eingeführt, das er bereits seit dem 1. April ausübt. Zaborowski folgt auf Paul Rheinbay, der zwischen 2000 und 2017 mit kurzzeitiger Unterbrechung fast vier Amtsperioden die kirchlich und staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule leitete.