Personalien

Der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz geht in Ruhestand. Papst Franziskus nahm den Rücktritt des 77-Jährigen vom Amt des Erzbischofs am Donnerstag an, wie der Vatikan mitteilte. Nachfolger Dziwiszs ist nach Angaben der südpolnischen Erzdiözese der bisherige Erzbischof von Lodz, Marek Jedraszewski. Der 67-Jährige war seit 2012 Erzbischof von Lodz und ist seit März 2014 Vizevorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz. Dziwisz, geboren am 27. April 1939 in Raba Wyzna bei Krakau, war seit 1966 Privatsekretär des damaligen Krakauer Oberhirten Karol Wojtyla und späteren Papstes Johannes Paul II. Ihm diente er auch als engster Mitarbeiter im Vatikan bis zu dessen Tod im April 2005. Benedikt XVI. ernannte Dziwisz im Juni 2005 zum Leiter des südpolnischen Erzbistums Krakau. In dieser Rolle betrieb Dziwisz nachdrücklich die Selig- und Heiligsprechung für Johannes Paul II. Das Verfahren schloss mit der Kanonisierung am 27. April 2014 ab. Jedraszewski wurde am 24. Februar 1949 in Poznan geboren und dort 1973 nach philosophischen und theologischen Studien zum Priester geweiht. Auf Kaplansjahre in seinem Heimatbistum folgte ein Studienaufenthalt an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, den er mit einem Doktortitel in Philosophie abschloss. Von 1980 bis 1987 wirkte Jedraszewski am Priesterseminar von Poznan. Anschließend übernahm er bis 1996 die Leitung der Bistumszeitung. 1997 wurde er in seinem Heimaterzbistum Weihbischof und Bischofsvikar für soziale Kommunikationsmittel. Seit 2012 stand er dem Erzbistum Lodz vor. Er spricht ausgezeichnet Deutsch.

Pater Justinus Pech OCist übernimmt am Dienstag die Leitung des Auditoriums Kloster Stiepel. Der Zisterzienser ist Absolvent der Handelshochschule Leipzig. Er gründete mit einem HHL-Studienkollegen das Interims-Management Unternehmen Management Angels GmbH und promovierte mit einer Arbeit zur Wirtschaftsethik an der HHL. Nach dem Eintritt in das Stift Heiligenkreuz verfasste er eine theologische Doktorarbeit an der Jesuitenuniversität Gregoriana in Rom zur Theologie von Joseph Ratzinger. Er ist a.o. Professor für Fundamentaltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz. Seine Forschungsinteressen sind ethische Fragen von Führung und Leadership. Im Kloster Stiepel ist er Ökonom und leitet seit einem Jahr das Institut für Führungsethik. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Coaching von Führungskräften und der Konzeption und Leitung von Seminaren zu Führungsfragen.

Alessandro Perego (57), bisher stellvertretender Leiter der Priester-Personalabteilung im Bistum Augsburg, wird oberster Kirchenrichter der Diözese. Im Amt des sogenannten Offizials und Leiters des bischöflichen Konsistoriums folgt er zum 1. März 2017 auf Ernst Freiherr von Castell, der die neu eingerichtete Stabsstelle Kirchenrecht im Generalvikariat übernimmt, wie das Bistum am Donnerstag in Augsburg mitteilte. Perego stammt aus dem italienischen Monza und wurde 1993 durch den damaligen Kardinal Joseph Ratzinger zum Priester geweiht. 2006 bis 2013 war er an der Rota tätig, dem päpstlichen Gerichtshof im Vatikan. Seine bisherigen Aufgaben als Leiter des ständigen Arbeitsstabs zur Behandlung von Missbrauchsfällen sowie die Zuständigkeit für die ausländischen Missionen in der Diözese Augsburg wird Perego weiter wahrnehmen.