Personalien

Personalien

Am Sonntag wird der frühere Düsseldorfer Stadtdechant, Domkapitular Rolf Steinhäuser (63) (Foto: dpa), vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zum Bischof geweiht. Er wird künftig als Weihbischof für den Pastoralbezirk Mitte mit den Städten Köln und Leverkusen sowie dem Rhein-Erft-Kreis zuständig sein. Bei dem Gottesdienst um 15.00 Uhr im Kölner Dom wird auch der emeritierte Weihbischof Manfred Melzer (71) verabschiedet, wie das Erzbistum am Dienstag in Köln bekannt gab. Melzers vorzeitigen Rücktritt aus Gesundheitsgründen hatte Papst Franziskus im Juni angenommen. Steinhäuser war am 11. Dezember vom Papst zum Weihbischof in Köln ernannt worden. Damals zeigte er sich sehr überrascht. Er habe „fest damit gerechnet, dass meine derzeitige Aufgabe die letzte Stelle meines Lebens sein wird“. Vor Journalisten berichtete er, dass ihm 2014 bei einer Herz-OP drei Bypässe gelegt worden seien. Steinhäuser leitete bisher das Edith-Stein-Exerzitienhaus und war Beauftragter des Erzbistums für neue Wege der Evangeliumsverkündigung. Der neue Weihbischof hat breite Erfahrungen in der Jugendseelsorge. Nach seiner Priesterweihe 1977 und Kaplanstellen in Hilden und Bonn war Steinhäuser von 1984 bis 1989 Bonner Stadtjugendseelsorger. 1990 übernahm er das Amt des Diözesanjugendseelsorgers. 1996 wurde Steinhäuser Pfarrer an Sankt Lambertus in Düsseldorf und stellvertretender Stadtdechant. Bereits ein Jahr später übernahm er das Amt des Stadtdechanten. Hier baute er das Maxhaus als katholisches Zentrum in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt aus. Nach fast 19 Jahren in Düsseldorf wechselte Steinhäuser im September dieses Jahres wieder nach Köln. Kardinal Woelki hatte ihm im April zum residierenden Domkapitular ernannt.

Melzer wurde 1944 in Solingen geboren und empfing 1972 die Priesterweihe. Er war Kaplan in Düsseldorf sowie Religionslehrer und Dekanatsjugendseelsorger. 1975 ernannte ihn Kardinal Joseph Höffner zu seinem Geheimsekretär. Nach dem Tod des Erzbischofs wurde Melzer 1988 Pfarrer in Waldbröl. Am 10. September 1995 wurde er zum Bischof geweiht. Bis zu seiner Emeritierung war er für den Pastoralbezirk Mitte des Erzbistums zuständig und zudem Bischofsvikar für die Frauenorden. Melzer gehörte dem Kölner Domkapitel seit 1998 an.