Personalien

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Ghaleb Moussa Abdalla Bader (64), bisher Erzbischof von Algier, wird neuer Apostolischer Nuntius in Pakistan. Der Vatikan gab die Ernennung durch Papst Franziskus am Samstag bekannt. Der Jordanier leitete das algerische Hauptstadtbistum seit 2008. Zuvor war er unter anderem als Pfarrer und Kirchenrichter im Nahen Osten tätig. Von 1996 bis 2001 beriet er den Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog. Der vatikanische Botschafterposten in Pakistan gilt als sensibel. Obwohl die Christen dort nur eine verschwindend kleine Minderheit sind, kommt es immer wieder zu gewaltsamen Übergriffen und Anschlägen durch Muslime.

Der Amerikaner Michael Anthony Perry bleibt Generalminister des Franziskanerordens. Das Generalkapitel wählte den 60-Jährigen am Donnerstag in Assisi erneut an die Spitze des drittgrößten Männerordens der katholischen Kirche, wie dieser auf der Internetseite zu der Versammlung bekannt gab. Perry leitet den Orden bereits seit Mai 2013. Damals wählten die Oberen den bisherigen Generalvikar des Ordens, nachdem Papst Franziskus Generalminister Jose Rodriguez Carballo zum Präfekten der Ordenskongregation ernannt hatte. Das Generalkapitel mit gut 150 Ordensoberen tagt seit dem 10. Mai. Thema ist auch die nach einem Finanzskandal erschütterte Finanzlage des Ordens, die neben dessen Überalterung in den westlichen Ländern zu den größten Herausforderungen des Generalministers zählen dürfte. Wie im Dezember bekannt wurde, waren offenbar Millionen Euro in ein ordenseigenes Hotel in Rom fehlinvestiert worden, worauf der Schatzmeister zurücktrat, während über Hintergründe bisher wenig bekannt wurde. Die Leitungsebene habe von der Entwicklung nichts gewusst, teilte Perry damals mit. Perry, am 7. Juni 1954 in Indianapolis geboren, trat dem franziskanischen Ordenszweig der Observanten 1977 bei. 1984 erhielt er die Priesterweihe. Zehn Jahre arbeitete er als Missionar in der Demokratischen Republik Kongo, teils unter den Bedingungen des Bürgerkriegs. Anschließend war er entwicklungspolitischer Sprecher der US-Bischofskonferenz und koordinierte deren Hilfsmittel für arme Länder. Anschließend berief ihn der Orden in die Zentrale nach Rom. Seit 2009 war er Generalvikar.

Der neue Würzburger Generalvikar Thomas Keßler (59) ist seit Freitag auch Domkapitular. Bischof Friedhelm Hofmann bestätigte die Wahl des Domkapitels. Keßler nimmt dort den Platz seines Vorgängers Karl Hillenbrand ein, der am 22. November vergangenen Jahres gestorben war. Die Amtseinführung ist am 16. Juni.

Der Leiter der Deutschen Ordensprovinz, Pater Heiner Wilmer SCJ (54), ist der neue Generalobere der Kongregation der Herz-Jesu-Priester. Die 79 Delegierten des Generalkapitels in Rom wählten ihn am Pfingstmontag im ersten Wahlgang mit einer Zweidrittelmehrheit an die Spitze des Ordens. Wilmer löst damit den Portugiesen Jose Ornelas Carvalho ab, der dieses Amt 12 Jahre innehatte. Der 54-Jährige ist der zweite Deutsche nach Pater Alphons Maria Lellig, der die Kongregation leiten wird. Der Generalobere wird für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Heiner Wilmer wurde am 9. April 1960 in Schapen im Emsland geboren und wuchs auf einem Bauernhof auf. Nach seinem Abitur 1980 am Leoninum in Handrup, einem Gymnasium in Trägerschaft der Herz-Jesu-Priester, trat er ins Noviziat des Ordens in Freiburg ein. Von 1981 bis 1986 studierte er Theologie in Freiburg sowie Romanistik in Paris. 1987 weihte ihn der Freiburger Erzbischof Oskar Saier zum Priester. Im Anschluss ging er nach Rom an die Päpstliche Universität Gregoriana, um dort Französische Philosophie zu studieren. Nach der Promotion in Theologie und einem weiteren Studium (Geschichte auf Lehramt) ging Wilmer 1997 für ein Jahr in die USA, um an einer Jesuiten-Highschool in der New Yorker Bronx Deutsch und Geschichte zu unterrichten. Nach seiner Rückkehr wurde er Schulleiter des ordenseigenen Gymnasiums in Handrup. Seit 2007 ist Wilmer Provinzial der deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester. 2013 veröffentlichte er im Verlag Herder sein Buch „Gott ist nicht nett“ über seinen Glauben und seine Lebensentscheidung, Priester zu werden. Die Herz-Jesu-Priester sind eine Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Weltweit gehören der Kongregation nach eigenen Angaben 2 200 Patres und Brüder an, die in 40 Ländern auf fünf Kontinenten wirken. In Deutschland unterhält der Orden Häuser an sechs Standorten: Berlin, Handrup (Emsland), Freiburg im Breisgau, Maria Martental (Eifel), Neustadt an der Weinstraße und Oberhausen. Die Herz-Jesu-Priester engagieren sich unter anderem in der Bildung und Erziehung sowie in der Seelsorge in Pfarrgemeinden und für Menschen, die sich von kirchlichen Strukturen nicht angesprochen fühlen.

Stefan Dartmann (57), (Foto: KNA) seit Ende 2010 Hauptgeschäftsführer des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis der deutschen Katholiken, wird zum 31. Juli Rektor des Priesterseminars Germanicum et Hungaricum in Rom. Als Renovabis-Hauptgeschäftsführer scheidet der Jesuitenpater zum 31. Mai aus. Das teilte Dartmann am Freitag auf Nachfrage vor Journalisten in Mainz mit. Mit einem für die deutschen Bistümer zentralen Gottesdienst im dortigen Dom endet am Sonntag die diesjährige Pfingstaktion von Renovabis; sie wurde am 3. Mai in Regensburg eröffnet. Der gebürtige Gelsenkirchener Dartmann trat 1978 in den Jesuitenorden ein und war von 1986 bis 2004 als Seelsorger in St. Eugenia in Stockholm tätig. Von 2004 bis 2010 war er Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten. Das 1552 von Papst Julius III. und Ignatius von Loyola gegründete Germanicum für den in Rom studierenden Priesternachwuchs aus den deutschsprachigen Ländern des mittleren West- und Osteuropas steht traditionell unter Leitung eines Jesuiten. Derzeit leben und studieren dort laut Jesuitenorden rund 70 Seminaristen – Priester und Priesteramtskandidaten – aus 49 Diözesen und 15 unterschiedlichen Ländern.

Adolf Bauer, langjähriger ehemaliger Finanzdirektor der Diözese Würzburg, hat am Dienstag sein 70. Lebensjahr vollendet. Bauer war bis 2010 fast 31 Jahre lang für die diözesane Finanzverwaltung verantwortlich. Seit 1996 ist der CSU-Kommunalpolitiker ehrenamtlicher Bürgermeister in Würzburg. Der promovierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler war 1979 mit 34 Jahren der jüngste Finanzdirektor einer Diözese in Deutschland. Im Verband der Diözesen Deutschlands engagierte sich Bauer in mehreren Kommissionen. Dazu kamen viele Ehrenämter, vom Pfarrgemeinderat bis zum Diözesangeschichtsverein. Für sein breitgefächertes Engagement erhielt Bauer hohe kirchliche und staatliche Auszeichnungen.

Elisabeth Maskos (59), seit 2007 Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Bayern, ist in ihrem Amt bestätigt worden. Die Delegierten sprachen ihr auf der Landesversammlung in München für weitere vier Jahre einstimmig das Vertrauen aus, wie der Verband am Freitag mitteilte. Der SkF hat in Bayern nach eigenen Angaben mehr als 1 000 hauptberufliche sowie in gleicher Zahl ehrenamtliche Mitarbeiterinnen.

In einem syrischen Kloster unweit Palmyra sind ein katholischer Priester und ein weiterer Christ offenbar verschleppt worden. Es handelt sich um den französischen Geistlichen Jacques Mourad und einen syrischen Freund der Klostergemeinschaft. Ein Mitbruder Mourads sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur am Freitag, weder die Identität der mutmaßlichen Entführer noch der Verbleib der beiden seien bekannt. Den Angaben nach waren am Donnerstagnachmittag zwei Bewaffnete im Kloster Deir Mar Elian in Qaryatayn erschienen und hatten den syrisch-katholischen Priester und Leiter des Klosters sowie den Christen Boutros Hanna mitgenommen. Sie seien dabei „nicht aggressiv“ aufgetreten, hieß es. Unklar sei, welcher Gruppe die Bewaffneten angehörten.