Personalien

Vicente Jimenez Zamora (70), bislang Bischof von Santander, ist am Freitag von Papst Franziskus zum neuen Erzbischof von Saragossa ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Manuel Urena Pastor (69) an, dessen Rücktritt der Papst Mitte November angenommen hatte. Der offizielle Paragraf des Kirchenrechts für einen vorzeitigen Rücktritt lautet auf „gesundheitliche oder andere schwerwiegende Gründe“. Allerdings deutete damals einiges auf Druck aus Rom hin. Die katholische Wochenzeitung „Vida Nueva“ hatte berichtet, Vatikan-Untersuchungen hätten ergeben, dass die Erzdiözese einem ehemaligen Diakon ungewöhnlich hohe Gehaltszahlungen überwiesen habe. Insgesamt 105 000 Euro soll er auf diese Weise erhalten haben – als eine Art Schweigegeld, damit er nicht mit sexuellen Bedrängungen eines Priesters an die Öffentlichkeit gehe. Bei dem betreffenden Geistlichen soll es sich um einen engen Freund des früheren Erzbischofs handeln. Urena war am 2. April 2005, dem Todestag Johannes Pauls II., zum Erzbischof von Saragossa ernannt worden. Er gehörte damit zu den letzten Personalentscheidungen unter dem polnischen Papst.

Der italienische Jesuit Pietro Bovati (74) ist von Papst Franziskus zum neuen Sekretär der Päpstlichen Bibelkommission ernannt worden. Er wird Nachfolger seines deutschen Ordensmitbruders Klemens Stock, der mit Erreichen des 80. Lebensjahrs diese Aufgabe abgegeben hat. Bovati, seit 1982 Dozent für alttestamentliche Exegese am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom und seit 1996 Ordentlicher Professor, gehörte bislang bereits zu den gut 20 Mitgliedern dieses theologischen Beratungsorgans des Vatikan. Präsident der Bibelkommission ist in Personalunion der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Wie die Internationale Theologenkommission hat auch diese Behörde die Aufgabe, die Glaubenskongregation in theologischen und exegetischen Fragen zu beraten. Die Bibelkommission wurde 1902 von Leo XIII. (1878–1903) gegründet. Die rund 20 Fachleute für das Neue und Alte Testament aus aller Welt kommen einmal im Jahr zu einer Konferenz in Rom zusammen.

Andreas Thiermeyer (65), bisheriger Wallfahrtsrektor auf dem Habsberg, ist mit Wirkung zum 1. Februar 2015 zum Eichstätter Diözesanbeauftragten für die Seelsorge an Migranten ernannt worden. Mit der neuen Stelle reagiere die Diözese auf den zunehmenden Bedarf bei Flüchtlingen und Migranten, hieß es am Sonntag in Eichstätt. Der Geistliche war von 1998 bis 2008 Gründungsrektor des ostkirchlichen Priesterseminars Collegium Orientale in Eichstätt.