Personalien

Franz-Josef Overbeck (50), Ruhrbischof und katholischer Militärbischof, feiert am Sonntag mit einem Gottesdienst im Essener Dom sein Silbernes Priesterjubiläum. An der Feier ab 15.00 Uhr nimmt auch der neue Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki als Metropolit der Kölner Kirchenprovinz teil, wie das Bistum Essen am Montag mitteilte. Overbeck empfing am 10. Oktober 1989 in Rom durch Joseph Kardinal Ratzinger, den späteren Papst Benedikt XVI., die Priesterweihe. Die Festpredigt zum Jubiläumsgottesdienst, zu dem das Bistum Essen und das Katholische Militärbischofsamt einladen, hält der Gerlever Benediktinerpater Elmar Salmann, wie es hieß. Anschließend findet im Congress Center Essen für geladene Gäste ein Empfang statt. Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Bundeswehr, Kultur und Gesellschaft haben ihr Kommen zugesagt, darunter der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Markus Grübel, und der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus. Overbeck wurde am 19. Juni 1964 in Marl im nördlichen Ruhrgebiet geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Münster und in Rom. Nach seiner Priesterweihe wirkte er in der Seelsorge und Seelsorgerausbildung, bevor der Papst ihn 2007 zum Weihbischof für das Bistum Münster ernannte. 2009 berief ihn Benedikt XVI. zum Bischof von Essen, das mit rund 850 000 Katholiken zu den kleineren Diözesen in Deutschland zählt. Seit März ist er auch Sozialbischof der Deutschen Bischofskonferenz. Zudem ist er für das in Essen ansässige Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat zuständig.

Josef Ryba, ältester Priester des Bistums Würzburg, ist am Dienstag im Alter von 100 Jahren gestorben. Noch im Februar feierte Bischof Friedhelm Hofmann im Würzburger Theklaheim einen Gottesdienst zum runden Geburtstag, und im Juni beging Ryba den 76. Jahrestag seiner Priesterweihe am 29. Juni 1938 in Prag. Bis Jahresende 2012 half Ryba noch regelmäßig in der Seelsorge im unterfränkischen Ettleben mit. An drei Werktagen feierte er dort die Messe. Ryba wurde 1914 im Sudetenland geboren. Nach seiner Aussiedlung 1946 kam er ins Bistum Würzburg. Dort setzte sich der Seelsorger besonders für die Ökumene und die Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen ein. 1979 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 1984 wurde er Ehrenbürger in Schonungen, 1988 in Gemünden. Zum 90. Geburtstag würdigte der damalige Prager Erzbischof, Kardinal Miloslav Vlk, das Engagement Rybas. Er habe vielen Menschen den Weg des Evangeliums eröffnet.