Personalien

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Papst Franziskus hat die Leitung der vatikanischen Bildungskongregation bestätigt. Er belässt deren Präfekt, Kardinal Zenon Grocholewski (74), und ihren Sekretär, Erzbischof Angelo Vincenzo Zani (63), in ihren Ämtern, wie der Vatikan am Samstag bekannt gab. Zudem bestätigte Franziskus eine Reihe von Mitgliedern der Kongregation. Unter ihnen sind Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, der auch Präfekt der Glaubenskongregation ist, sowie die Kardinäle Reinhard Marx (München) und Christoph Schönborn (Wien). Als neue Mitglieder ernannte der Papst unter anderem den Schweizer Kardinal Kurt Koch, der den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen leitet. Die Bildungskongregation ist zuständig für die katholischen Universitäten und Fakultäten sowie für die katholischen Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Bis Januar dieses Jahres unterstanden ihr auch die Priesterseminare. Die Zuständigkeit dafür übertrug der damalige Papst Benedikt XVI. dann der Kleruskongregation. Der polnische Kardinal Grocholewski leitet die Bildungskongregation seit 1999, der Italiener Zani ist seit November 2012 ihr Sekretär.

Max Georg Freiherr von Twickel (87), emeritierter Weihbischof von Münster, ist am Donnerstagnachmittag in Mettingen gestorben. Das teilte das Bistum Münster am Donnerstagabend mit. Von 1970 bis 2001 war er geistliches Oberhaupt der gut 270 000 Katholiken im Oldenburger Land, dem niedersächsischen Teil der Diözese Münster. 1973 wurde der Geistliche zum Bischof geweiht. Das sogenannte Offizialat mit Sitz in Vechta ist finanziell und juristisch unabhängig. Freiherr von Twickel wurde am 22. August 1926 in Havixbeck bei Coesfeld geboren. Nach Studium und Priesterweihe folgten Tätigkeiten als Seelsorger in Recklinghausen, Neubeckum und Beckum, ehe er 1959 im Fach Theologie promoviert wurde. Danach wirkte von Twickel unter anderem als wissenschaftlicher Assistent in Münster sowie als Pfarrer und Dechant in Lüdinghausen, ehe er 1970 zum Offizial im Oldenburger Land ernannt wurde.

Hamburgs katholischer Erzbischof Werner Thissen wird an diesem Dienstag 75 Jahre alt. Aus diesem Anlass werden zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft in der Hansestadt erwartet, wie das Erzbistum am Mittwoch mitteilte. Thissen ist seit 2003 im Amt. Mit dem 75. Geburtstag erreicht er die für katholische Bischöfe vorgeschriebene Altersgrenze. Sein Rücktrittsgesuch hat er nach eigenem Bekunden beim Papst eingereicht. „Es ist verabredet, dass Papst Franziskus meinen Rücktritt in den ersten Monaten des neuen Jahres annimmt“, so der Erzbischof. Der Katholischen Nachrichten-Agentur sagte Thissen, er werde seinen Ruhestand „selbstverständlich hier im Norden“ verbringen. „Es ist nirgends schöner als hier mit all den Naturparks, Stränden und Kultureinrichtungen. Ich habe mich von Anfang an im Norden sehr zu Hause gefühlt“ Der am 3. Dezember 1938 in Kleve am Niederrhein geborene Thissen ist der zweite Erzbischof des 1995 errichteten Erzbistums Hamburg. Er trat Anfang 2003 die Nachfolge von Erzbischof Ludwig Averkamp an, der im Juli im Alter von 86 Jahren starb. Seit dem Jahr 2000 ist Thissen innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz zuständig für das Entwicklungshilfswerk Misereor. Das Erzbistum Hamburg umfasst neben der Hansestadt das Gebiet von Schleswig-Holstein und den Landesteil Mecklenburg. In Deutschlands flächenmäßig größtem Bistum leben knapp 400 000 Katholiken. Höhepunkt der Geburtstagsfeiern ist am Dienstag ein Gottesdienst um 18.15 Uhr im St. Marien-Dom. Daran nehmen auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki teil, der die Predigt halten wird.

Alain de Raemy (54), bisher Kaplan der päpstlichen Schweizergarde, ist von Papst Franziskus zum Weihbischof in der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg ernannt worden. Das teilte der Vatikan am Samstag mit. De Raemy ist Priester dieser Diözese. Er studierte Philosophie und Theologie an der Universität Freiburg (Schweiz). 1986 wurde er zum Priester geweiht. Nach mehreren Stationen in der Gemeindeseelsorge ernannte der damalige Papst Benedikt XVI. ihn 2006 zum Kaplan der Schweizergarde.

Regens des Augsburger Priesterseminars St. Hieronymus wird am 1. April Domkapitular Michael Kreuzer (Foto: Bischöfliche Pressestelle Augsburg). Er leitet derzeit das Bischöfliche Seelsorgeamt sowie das Haus Sankt Ulrich und war zuvor in verschiedenen Pfarreien sowie als Leiter der Ehe- und Familienseelsorge und Mitarbeiter der Frauenseelsorge des Bistums tätig. Der derzeitige Regens des Priesterseminars, Martin Straub, wird zum 1. September 2014 die Leitung der Pfarreiengemeinschaft Vöhringen übernehmen. Sie wird ab diesem Zeitpunkt um die Pfarreien Bellenberg und Illerberg erweitert. Für die Hauptabteilung Seelsorge und das Haus Sankt Ulrich wird ab 1. April Domdekan Prälat Bertram Meier zuständig sein, der jetzige Leiter der Hauptabteilung Kirchliches Leben. Zudem wird Meier auch künftig als Bischöflicher Beauftragter für die Ökumene und den Interreligiösen Dialog verantwortlich sein und stellvertretender Generalvikar und Domprediger bleiben.

Die Vatikanbank IOR hat einen neuen Generaldirektor: Es ist der bisherige Vize-Generaldirektor Rolando Marranci, wie der Vatikan am Samstag bekannt gab. Seiner Beförderung durch den Aufsichtsrat des Instituts stimmte demnach auch die zuständige Kardinalskommission zu. Marranci wurde erst Anfang Juli Vize-Generaldirektor des IOR. „Er hat sich in den vergangenen drei Monaten als besonders effizient erwiesen“, zitierte Radio Vatikan den Präsidenten des Aufsichtsrates, den Deutschen Ernst von Freyberg. „Wir sind froh, dass er das neue Amt angenommen hat.“ Ein Generaldirektor leitet das operative Geschäft des IOR und ist dem Aufsichtsrat Rechenschaft schuldig. Marranci hat laut Radio Vatikan in den vergangenen Jahrzehnten vor allem für die italienische Bank BNL gearbeitet, unter anderem in London. Das 1942 gegründete „Institut für die religiösen Werke“ (IOR) stand in der Vergangenheit immer wieder im Mittelpunkt von Skandalen. Derzeit macht es unter Freybergs Leitung einen Erneuerungsprozess durch. Der Vatikan hat zur Kontrolle seiner Finanzen die Finanzaufsichtsbehörde AIF gegründet, die auch das IOR kontrolliert.

Matthias Doll (70), Kapuzinerpater und „WM-Pfarrer“ von 1990, wechselt zum 1. Januar nach Würzburg. Der Ordensmann, zuletzt Pfarradministrator von Schmerlenbach und Hösbach-Bahnhof, wird Wallfahrtsseelsorger am Würzburger Käppele. Das teilte der Bayerische Rundfunk am Donnerstag mit. Nach mehreren Stationen, unter anderem als Wallfahrtsseelsorger in Altötting, arbeitete Doll, der 1963 seinem Orden beitrat, als Pfarradministrator.

Die Seelsorge im Bistum Dresden-Meißen wird ab März von einer Frau geplant. Bischof Heiner Koch berief Elisabeth Neuhaus (47) zur neuen Leiterin der Pastoralabteilung im Bischöflichen Ordinariat Dresden, wie das Bistum am Donnerstag bekannt gab. Sie stand bisher an der Spitze der Abteilung Erwachsenenseelsorge des Erzbischöflichen Generalvikariats Köln. Neuhaus stammt aus dem Sauerland. Sie studierte Theologie, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Bonn. Als Leiterin der Pastoralabteilung ist Neuhaus Nachfolgerin von Benno Schäffel (46). Er ist Personalchef des Bistums.