Personalien

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Prälat Günter Assenmacher (Foto: KNA) wird neuer Ehrendomherr an der Hohen Domkirche zu Limburg. Der 61-jährige Kirchenrechtler wird in einer Eucharistiefeier am 8. Oktober um 8 Uhr im Hohen Dom zu Limburg als Ehrendomherr eingeführt. Domdekan Prälat Günther Geis wird ihm dabei das Kapitelskreuz überreichen. Dieses Kreuz zeigt auf der Vorderseite ein Bild des heiligen Märtyrers Georg, des Patrons der Diözese, und auf der Rückseite ein Bild des Limburger Doms. Prälat Assenmacher wuchs im Siebengebirge auf und ist Kölner Diözesanpriester. Er studierte in Bonn sowie in Freiburg Philosophie und Theologie. Kardinal Höffner weihte ihn am 24. Juni 1977 in Köln zum Priester. Bis 1980 wirkte er als Kaplan in Kaarst bei Neuss und studierte an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Kirchenrecht. Im Jahr 1985 wurde er dort promoviert. Ins Erzbistum Köln zurückgekehrt, wirkte er als Ehebandverteidiger und Vizeoffizial des kirchlichen Gerichts. Von 1990 bis 1995 leitete er im Generalvikariat die Stabsabteilung Kirchenrecht und ist seit 1. Januar 1995 Offizial im Erzbistum Köln. Im gleichen Jahr wurde er auch zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt. Prälat Günter Assenmacher ist zudem seit März 2004 residierender Domherr im Kölner Domkapitel und seit November 2005 Domprediger. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ernannte ihn ab dem 1. Oktober 2010 auch zum Offizial des Bistums Limburg. Diese Aufgabe füllt er zusätzlich zu seiner Tätigkeit im Erzbistum Köln aus.

Der Kölner Dombaumeister Michael Hauck ist neuer Präsident der Europäischen Vereinigung der Dombaumeister. Er wurde bereits am Freitag im spanischen Vitoria an die Spitze der Vereinigung gewählt, wie die Kölner Dombauhütte am Montag mitteilte. Dem Zusammenschluss gehören Bauverantwortliche der bedeutendsten Kathedralen aus 14 Nationen an. Der 1960 in Würzburg geborene Hauck leitet seit September 2012 als Nachfolger von Barbara Schock-Werner die Kölner Dombauhütte. Zuvor stand er seit 1988 der Staatlichen Dombauhütte am Passauer St. Stephans-Dom vor. Daneben arbeitete er ab 2003 maßgeblich an der Entwicklung eines Restaurierungskonzeptes für die Münchner Frauenkirche mit. Hauck absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Steinmetz und qualifizierte sich unter anderem zum Restaurator. Er studierte berufsbegleitend an der Uni Passau Kunstgeschichte, Romanische Linguistik und Romanische Philologie und ist inzwischen promoviert.

Der Liturgiewissenschaftler und Pastoraltheologie Karl Schlemmer ist tot. Er starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren am 24. September in Nürnberg, wie die dortige Stadtkirche und das Bistum Würzburg am Mittwoch mitteilten. Schlemmer lehrte von 1983 bis zu seiner Emeritierung 2002 an der Universität Passau. Er war Bamberger Diözesanpriester, gehörte jedoch von 1978 bis 1997 dem Klerus des Bistums Würzburg an. Requiem und Beisetzung des Verstorbenen finden am 1. Oktober in dessen Geburtsstadt Nürnberg statt. Der 1937 geborene Schlemmer studierte nach dem Abitur im niederbayerischen Benediktinergymnasium Metten Philosophie und Theologie in Bamberg. 1963 folgte dort auch die Priesterweihe. Nach Jahren der Seelsorge begann er 1971 das Promotionsstudium an der Universität Würzburg und war dort zugleich wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft. 1977 wurde der Priester promoviert. Der Ruf an die Universität Passau erfolgte 1983. Der damalige Passauer Diözesanbischof Franz-Xaver Eder ernannte Schlemmer 1986 auch zum Akademikerseelsorger der Diözese.

Die schwedische Medizinerin und Immunologin Erna Möller (73) ist von Papst Franziskus in die vatikanische Akademie der Wissenschaften berufen worden. Wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte, wird die Professorin des „Karolinska Institutet“ aus Stockholm ordentliches Mitglied der päpstlichen Beratungsinstitution. Möller, die früher auch dem Nobelpreis-Komitee angehörte, habe sich insbesondere mit Problemen von Organ-Transplantationen einschließlich seiner ethischen Fragen beschäftigt, heißt es in einer Mitteilung des Vatikan. Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften ist ein Beratergremium für den Papst und die römische Kurie. Ihr gehören international renommierte Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen als ordentliche Mitglieder an, unter ihnen auch Nichtkatholiken. Die Akademie und ihre Mitglieder sprechen und publizieren nicht im Auftrag oder im Namen des Vatikan. Die Akademie veranstaltet in regelmäßigen Abständen Konferenzen, deren Ergebnisse anschließend publiziert werden.

Der peruanische Weihbischof Gabino Miranda Melgarejo ist wegen sexueller Vergehen in den Laienstand zurückversetzt worden. Wie die Peruanische Bischofskonferenz am Donnerstag in Lima mitteilte, wurde dem 53-jährigen Weihbischof von Ayacucho „wegen Sünden gegen das sechste Gebot“ der Klerikerrang entzogen. Dies ist die höchste im katholischen Kirchenrecht vorgesehene Strafe für einen Geistlichen. Die Staatsanwaltschaft habe „von Amts wegen eine Untersuchung eingeleitet, damit die Wahrheit bekannt wird“, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz und Chef Mirandas, Erzbischof Salvador Pinero. Er sicherte der Justiz Unterstützung bei der Aufklärung zu.