Personalien

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Nach über 31 Amtsjahren hat das Bistum Erfurt seinen Altbischof Joachim Wanke (Foto: KNA) feierlich in den Ruhestand verabschiedet. An dem Festakt am Mittwoch im Theater von Thüringens Landeshauptstadt nahmen über 25 Bischöfe und Weihbischöfe teil, unter ihnen der Botschafter von Papst Benedikt XVI., Erzbischof Jean-Claude Perisset. Im Namen der deutschen Bischöfe dankte deren stellvertretender Vorsitzender, Bischof Norbert Trelle, dem 71-jährigen Wanke für seinen Dienst. Sein Rücktritt sei „ein Verlust für die ganze Kirche in Deutschland“, betonte der Hildesheimer Bischof. Mit seinem Wirken habe Wanke dem bischöflichen Amt „viel Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft“ gegeben. Trelle hob Wankes Engagement an der Spitze der Pastoralkommission in der Bischofskonferenz hervor. Zudem habe er die Anliegen der ostdeutschen Bistümer „kraftvoll und überzeugend“ in das Gremium der deutschen Bischöfe eingebracht und dabei auch Blockaden überwunden. „Oft hat durch eine humorvolle Wortmeldung aus einem drohenden Gegeneinander ein fruchtbares Miteinander werden können“, so Trelle. Wie Trelle verwies auch der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker auf Wankes hilfreiche „Impulse zum missionarischen Auftrag der Kirche“. Beckers Dank im Namen der Kirchenprovinz Paderborn, der auch das Bistum Erfurt angehört, überbrachte der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen, der ihm seinerseits für „herzliche Mitbrüderlichkeit“ dankte. Die mitteldeutsche Landesbischöfin Ilse Junkermann würdigte Wankes „großes ökumenisches Engagement“.

Der Heilige Stuhl hat dem Sprecher der Pfarrer-Initiative, Pfarrer Helmut Schüller, seinen kirchlichen Ehrentitel „Monsignore“ (Kaplan Seiner Heiligkeit) aberkannt. Das bestätigte der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Michael Prüller, am Donnerstag. Die Entscheidung sei bereits vor längerem von Rom getroffen worden. Der Erzdiözese liege ein entsprechendes Schreiben aus Rom vor, in dem keine ausdrückliche Begründung angegeben worden sei, so Prüller. Die „Austria Presse Agentur“ (APA) hatte zuvor unter Berufung auf Schüller selbst von der Aberkennung des Ehrentitels berichtet. Es sei naheliegend, dass der „Aufruf zum Ungehorsam“ der Grund für den Verlust sein dürfte, so Schüller im Gespräch mit der Nachrichtenagentur. Zu den näheren Umständen wolle er sich nun im Vatikan „schlaumachen“.