Personalien

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Der Kölner Kardinal Joachim Meisner feiert sein 50-jähriges Priesterjubiläum mit einer Pontifikalvesper im Kölner Dom. Dazu sind insbesondere Priester, Diakone und Priesterkandidaten sowie alle Gläubigen am 26. November um 15 Uhr in den Kölner Dom eingeladen, berichtete die Kölner Kirchenzeitung (Freitag). Meisner empfing am 22. Dezember 1962 in Erfurt die Priesterweihe durch dem Erfurter Weihbischof Joseph Freusberg. Die Predigt bei der Vesper hält nach den Angaben Generalvikar Stefan Heße. Im Anschluss ist eine Festakademie im Maternushaus mit einem Vortrag des päpstlichen Kurienkardinals Kurt Koch über die Eucharistie als priesterliche Lebensform geplant. Wegen des Jubiläumstermins kurz vor Weihnachten lade der Erzbischof schon Ende November zu dem Klerustreffen ein, hieß es.

Guido Pozzo, (Foto: reg) der neue Leiter des vatikanischen Almosenamtes, ist am Samstag zum Bischof geweiht worden. Bei der Zeremonie in der römischen Basilika San Lorenzo in Damaso unterstrich Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone die hohe Bedeutung dieses Dienstes, durch den der Papst ohne große Strukturen und Bürokratie Menschen in Not zu helfen suche. Das Amt sei ein „konkretes Zeichen der solidarischen Präsenz und Fürsorge des Papstes“, betonte Bertone nach Angaben der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“. „Es handelt sich um eine einfache Solidarität, die nicht aus großen Projekten oder eklatanten Initiativen besteht“, sagte Bertone zu den Aufgaben des Almosenamtes. Vielmehr gehe es um kleine Hilfen und alltägliche Gesten, die still und direkt erfolgten und dem ständigen Aufruf des Papstes zu christlicher Brüderlichkeit für Menschen in Not entsprächen. Pozzo, ein Triestiner, war seit 1987 an der Glaubenskongregation unter Kardinal Joseph Ratzinger tätig. 2009 wurde er Sekretär und damit zweiter Mann von „Ecclesia Dei“; in dieser Funktion begleitete er maßgeblich die Dialogrunde von Vatikan und Piusbrüdern in den Jahren 2010 und 2011. Bertone erinnerte in seiner Predigt ausdrücklich an die lange enge Zusammenarbeit des neuen Almosenmeisters mit dem Papst. An der Weihezeremonie für Pozzo wirkten auch der neue Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, sowie sein Triester Heimatbischof Giampaolo Crepaldi mit. Das Amt mit dem offiziellen Titel „Almosenmeister seiner Heiligkeit“ ist eines der ältesten an der römischen Kurie. Die direkt dem Papst unterstehende Einrichtung sammelt und bearbeitet Anfragen von Bittstellern und verteilt die finanziellen Hilfen. Ihre Einnahmen erhält sie unter anderem aus dem Vertrieb päpstlicher Segensformulare, die Gläubige zu wichtigen Anlässen, etwa Hochzeiten, erbeten können. Der Leiter des Almosenamtes ist kraft Amtes Mitglied der Päpstlichen Familie.

Altbischof Joachim Wanke verabschiedet sich am Dienstag in Erfurt aus der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Der Festakt findet im Kaisersaal beim diesjährigen Elisabeth-Empfang des Bistums Erfurt für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur in Thüringen statt, wie das Bistum ankündigte. Bei der Feier sprechen Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und ihr Amtsvorgänger Bernhard Vogel (beide CDU) sowie Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) und Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD). Zuvor findet ein Gottesdienst in der Schottenkirche mit dem früheren Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dem Mainzer Kardinal Karl Lehmann, statt. Von Vertretern der Kirchen nimmt Wanke bei einem weiteren Festakt am 28. November im Theater Erfurt Abschied. Wanke war mehr als 31 Jahre als Erfurter Bischof im Amt. Seit Oktober ist der 71-Jährige im Ruhestand und engagiert sich in Erfurt als Seelsorger. Weihbischof Reinhard Hauke leitet das Bistum übergangsweise bis zum Amtsantritt eines neuen Bischofs. Wanke wurde 1941 in Breslau geboren und wuchs in Ilmenau auf. Er studierte Theologie in Erfurt und wurde dort 1966 von Bischof Hugo Aufderbeck zum Priester geweiht. Anschließend war er Assistent und Präfekt am Erfurter Priesterseminar. Nach Promotion und Habilitation lehrte er ab 1974 neutestamentliche Exegese am Philosophisch-Theologischen Studium Erfurt, der heutigen Universitätsfakultät. Papst Johannes Paul II. ernannte Wanke im Alter von 39 Jahren zum Weihbischof in Erfurt. Dort erteilte ihm der damalige Berliner Bischof Joachim Meisner 1980 die Bischofsweihe. Nach dem Tod Aufderbecks trat Wanke wenige Wochen später dessen Nachfolge als Apostolischer Administrator des Bischöflichen Amts Erfurt-Meiningen an. Mit der Gründung des Bistums Erfurt 1994 wurde Wanke dessen erster Diözesanbischof.

Luigi Pezzuto (66), bislang Vatikan-Botschafter in El Salvador und Belize, ist vom Papst zum neuen Nuntius in Bosnien-Herzegowina ernannt worden. Das teilte der Vatikan am Samstag mit. Der aus Lecce in Apulien stammende Vatikandiplomat wird in Sarajewo Nachfolger seines Landsmanns Alessandro D'Errico (62), der im Mai nach Kroatien versetzt worden war. Pezzuto war mit Datum vom 2. April 2005 als eine der letzten Amtshandlungen von Johannes Paul II. als Botschafter nach Mittelamerika entsandt worden.

Schwester Mechtild Meckl (72), von 2002 bis 2011 Generaloberin der Congregatio Jesu, hat in Rom das Bundesverdienstkreuz erhalten. Das teilte die Mitteleuropäische Provinz des Ordens am Freitag in München mit. In der Residenz der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl übergab Botschafter Reinhard Schweppe der Ordensfrau die Auszeichnung und würdigte dabei ihr außerordentliches Engagement für Bildung und Erziehung von Mädchen und jungen Frauen. Ihr Bestreben, weltweit für eine bessere Bildung der Frauen einzutreten sowie ihr Einsatz für Kirche und Gesellschaft machten Meckl für viele Menschen zu einem Vorbild, betonte Schweppe. Besonders in Indien habe sie mit dem Aufbau von Alphabetisierungszentren einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Erziehungsarbeit der armen Bevölkerung geleistet. Außerdem sei es ihr mit zu verdanken, dass die Congregatio Jesu 1998 die Trägerschaft der traditionsreichen deutschen Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem übernehmen konnte und somit deren Zukunft sicherte. Meckl ist seit Oktober 2012 Oberin der Niederlassung ihres Ordens in Augsburg. Zur deutschsprachigen Mitteleuropäischen Provinz der Congregatio Jesu gehören nach eigenen Angaben 480 Schwestern. Sie sind in den Bereichen Bildung, Pastoral, spirituelle Begleitung und Soziales tätig.

Der im „Vatileaks“-Prozess verurteilte Informatiker Claudio Sciarpelletti geht in die Berufung. Der 48-Jährige wird sich vor einem neu zusammengesetzten vatikanischen Gericht nochmals verteidigen, wie der Vatikan am Freitag mitteilte. Ein Termin für das zweite Verfahren wurde nicht genannt. Sciarpelletti war am Samstag vergangener Woche wegen Begünstigung bei dem Diebstahl von Vatikan-Dokumenten durch den Papst-Butler Paolo Gabriele zu zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Nach Auffassung des Gerichts hatte Sciarpelletti durch widersprüchliche Aussagen die Ermittlungen gegen Gabriele behindert und so dessen Diebstahl interner Papiere gedeckt. Eine Komplizenschaft in der Tat selbst bestehe jedoch nicht. Gabriele war Anfang Oktober zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.